Trotz Aufhellung weiterhin sehr komplizierte Anbaubedingungen Trotz Aufhellung weiterhin sehr komplizierte Anbaubedingungen

Trotz Aufhellung weiterhin sehr komplizierte Anbaubedingungen


Die letzte Woche brachte endlich etwas Sonnenschein, was den Kulturen insgesamt gut tat und die Aussaat von Sonnenblumen und Mais beschleunigte. Allerdings hat das Wetter die Lage nicht grundsätzlich verändert, betont Benoît Piètrement, der Präsident des Sonderrats für Großkulturen bei FranceAgriMer und selbst Getreidebauer im Nordosten Frankreichs.

Einige Felder haben stark unter dem Wetter gelitten und obwohl sie sich an einigen Stellen etwas erholt haben, hat das unbeständige Wetter mit Gewittern in einigen Gebieten weiterhin Schaden angerichtet. Erschwerend kommt hinzu, dass der Krankheitsdruck auf die Winterkulturen nach wie vor sehr hoch ist.

Bis zum 6. Mai wurde nur 54% der für den Mais vorgesehenen Fläche ausgesät, verglichen mit 82% Anfang Mai 2023. Viele Landwirte konnten die kurzfristig günstigeren Wetterbedingungen nicht nutzen. Die Aussichten sind also durchaus gemischt.

Piètrement betont auch die „Ertragsunsicherheit“ für die Ernte 2024 und prognostiziert eine erhebliche Heterogenität je nach Anbaufläche. Das Ertragspotenzial ist aufgrund der feuchten Bedingungen im Winter, insbesondere bei Weichweizen, Hartweizen und Wintergerste, beeinträchtigt. Es herrscht weiterhin Besorgnis über die Auswirkungen der Kältewelle im April auf die Meiose der Ähren und die Kornfüllung.

Jedoch sind nicht alle Nachrichten schlecht: Es gibt auch Grund zur Freude, denn die Preise für Getreide steigen. „Seit September haben wir diesen langsamen, aber stetigen Rückgang der Preise gesehen, und es ist erfreulich, dass wir nun zu interessanteren Kursen zurückkehren“, sagt Piètrement. Er betont jedoch auch die Vorsicht: Die Unsicherheit ist groß und sich im Voraus zu verpflichten, erscheint in Anbetracht der unsicheren Ernteausfälle riskant.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die aktuelle Situation in der Landwirtschaft komplex ist und von vielen Faktoren beeinflusst wird, darunter das Wetter, Krankheitsdruck und Marktpreise. Die Landwirte müssen daher genau beobachten und flexibel auf sich verändernde Bedingungen reagieren.



Quelle

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert