Preis für Mais fällt wegen angekündigter üppiger Ernten Preis für Mais fällt wegen angekündigter üppiger Ernten

Preis für Mais fällt wegen angekündigter üppiger Ernten


In der Welt der Agrarwirtschaft: „Bären“-Trend auf dem Agrarmarkt

Der Agrarmarkt verzeichnet seit kurzem eine bemerkenswerte Entwicklung. Die Kursentwicklung und die raue Witterung in der Anbauzeit haben zu sinkenden Preisen auf dem Agrarmarkt geführt, wie eine Analyse von Sébastien Poncelet, einem Vertreter der Argus Media Group in Frankreich (Agritel) zeigt.

Diese Dynamik wurde zu Beginn des Jahres durch einen Bericht des US-Landwirtschaftsministeriums (Wasde) verstärkt, der eine Erhöhung der Maiss- und Sojaernteprognose aufgrund höherer Erträge in den USA ankündigte. Diese unerwartete Wendung hat die Maispreise deutlich beeinflusst, jedoch könnte das Wetter im Frühling eine mögliche Erholung bewirken, je nach Einfluss auf die US-Ernten.

Die Referenzpreise für Mais fielen auf ein Jahresminimum, sowohl in Chicago bei 4,4350 Dollar pro Scheffel (etwa 25 kg) als auch auf Euronext mit 187,25 Euro pro Tonne. Der Maispreispreis zeigte allerdings am Mittwoch eine geringfügige Erholung. Interessanterweise erhöhte das US-Landwirtschaftsministerium auch die Maisproduktionsprognosen in China, was zu Unsicherheiten in Bezug auf den Importbedarf des Landes führte.

Die Weizenpreise folgten dem allgemeinen Trend und erreichten in Chicago den niedrigsten Stand seit sieben Wochen. Dies war zum Teil auf den stärkeren Dollar und den verstärkten Schneefall im Mittleren Westen zurückzuführen, welcher einen Schutz für den Winterweizen bietet.

Hinzukommend beeinflusste die deutlich erhöhte Getreideversorgung aus der Schwarzmeerregion den Markt. Trotz der anhaltenden Spannungen und der drohenden Bedrohung durch russischen Beschuss hat die Ukraine ihre Getreideexporte über das Schwarze Meer wieder aufgenommen, was den Exportprozess spürbar erleichtert.

Hinsichtlich der Landwirtschaftspreise war die wiederholte Angriffe der jemenitischen Houthi-Rebellen auf Handelsschiffe im Roten Meer kaum von Bedeutung. Allerdings könnten die geänderten Schiffsrouten die Lieferzeiten verlängern und damit die Konkurrenzfähigkeit von französischem Weizen auf dem chinesischen Markt negativ beeinflussen.

In der Ölsaatenbranche wurden die Preise auch durch die Erhöhung der US-Produktionsprognosen gedämpft. Trotz einer Reduzierung der brasilianischen Sojaproduktion auf 157 Millionen Tonnen, überschattet die Aufwärtskorrektur der US- und argentinischen Ernten dieses Ereignis. Der Fokus liegt nun auf Brasilien, wo die Ernte gerade beginnt und das Wetter bisher keine Bedrohungen signalisiert.



Quelle

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert