Landwirte protestieren gegen unlauteren Wettbewerb Landwirte protestieren gegen unlauteren Wettbewerb

Landwirte protestieren gegen unlauteren Wettbewerb


Frankreich beklagt zunehmende Einfuhr ausländischer Agrarprodukte

Obwohl die Halbinsel vor einem Jahr einen „Plan für die Souveränität“ angekündigt hat, sehen sich französische Gemüsegärtner und Obstbauern mit harter Konkurrenz aus dem südlichen Mittelmeerraum konfrontiert. Bemerkenswerterweise importiert Frankreich mittlerweile die Hälfte seines Gemüses und 60% seines Obstes.

Die französischen Tomaten- und Gurkenproduzenten standen an vorderster Front bei der Kritik an der Zunahme der Importe marokkanischer Tomaten. Laut ihrer Berichte wurden in der Saison 2022-2023 424.690 Tonnen marokkanischer Tomaten in das Land eingeführt, was einer 7,6%igen Steigerung gegenüber der vorherigen Saison entspricht.

Abgesehen davon, ist der Lebensmitteleinzelhandel als einer der Hauptmotoren für die steigenden Importe genannt worden. Die Branche wird beschuldigt, „Low-Budget“ Angebote vor heimische Produkte zu stellen. Dies wird dank einer unzureichenden Kennzeichnung für die Verbraucher weiter begünstigt.

Zusätzlich zur unfairen Konkurrenz wird auch auf die umwelt- und sozialpolitischen „Absurditäten“ hingewiesen. Marokko, das unter hoher Wasserbelastung leidet und sich inmitten seiner sechsten Dürreperiode befindet, verstärkt die Überbeanspruchung seiner Wasserressourcen durch Bewässerung. Darüber hinaus stammt ein großer Teil des Wettbewerbsvorteils des Landes von den niedrigen Lohnkosten seiner Arbeiter.

Ein anderes Problem ist der Anstieg der Zuckerimporte aus der Ukraine. Frankreich, das als erster Zuckerproduzent Europas gilt, liefert die Hälfte seiner Produktion ins Ausland. Nichtsdestotrotz fordert die Allgemeine Föderation der Zuckerrübenbauern (CGB), dass die „massive Einfuhr von ukrainischem Zucker“ aufhören muss.

Seit 2017 hat das Ende der Zuckerquoten in Verbindung mit diversen Krisen zur Vernichtung von zwei Anbaugebieten geführt und fünf Zuckerfabriken in der Nation geschlossen. Laut CGB bleibt die einheimische Zucker- und Ethanolproduktion weiterhin gefährdet. Seit 2022 hat die Unterstützung der Ukraine nach der russischen Invasion die Zuckerimporte aus dem Land weiter beschleunigt.

Die CGB fordert daher eine Begrenzung der ukrainischen Zuckerimporte sowie die Einhaltung von Standards, die denen der Europäischen Union entsprechen sollten. Sie spricht auch den starken Wettbewerb an, den europäischer Zucker im Vergleich zu lateinamerikanischem Zucker erfährt.



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