Keine Preiserhöhung für Getreide kurz- und mittelfristig in Sicht Keine Preiserhöhung für Getreide kurz- und mittelfristig in Sicht

Keine Preiserhöhung für Getreide kurz- und mittelfristig in Sicht


Die globalen Getreidekurse für die zweijährige Periode bis 2024/25 werden voraussichtlich neutral bis bärisch bleiben, prognostiziert Arthur Portier, Analyst bei Agritel, auf einer kürzlich vom globalen Informationsservice Argus Media organisierten Fachkonferenz.

Laut Portier präsentiert sich der weltweite Weizenmarkt in einer tendenziell angespannten Lage, mit prognostizierten Endbeständen von 61 Millionen Tonnen unter den großen Exportländern. Allerdings betont er, dass die Maislage entscheidend geändert hat. Hier werden enorme Lagerbestände erwartet. Ein hohes Lagerbestandsverhältnis könnte dazu führen, dass die Agrarpreise sich auf absehbare Zeit stabilisieren oder sogar fallen.

Das hohe Maisangebot wirkt sich auch auf die Weizenpreise aus. Beide Getreidearten sind eng miteinander verknüpft, und ein Überschuss bei Mais wirft Fragen zur Balance des gesamten Getreidemarktes auf.

Eine starke Konkurrenz unter Exportnationen könnte ebenfalls auf die Getreidepreise drücken. Insbesondere in der Ukraine, die trotz der politischen Unruhen weiterhin hohe Exportmengen verzeichnet. Mehr noch, die hohen Lagerbestände in Russland sprechen für eine Notwendigkeit einer Preisnachkorrektur, um die Verkaufsbereitschaft der Bauern zu erhöhen.

Im weiteren Verlauf des Jahres 2024/25 stehen die Preistrends unter dem Einfluss diverser Unsicherheiten, dazu gehören nachlassende Anbauflächen in Europa, geopolitische Unruhen und eine unsichere globale Nachfrage.

Während sich beispielsweise in Frankreich ein rückläufiger Trend in der Weizenproduktion abzeichnet, wächst die Weizenernte an der Schwarzmeerküste, insbesondere in Russland und der Ukraine, rasch.

Zudem ist die Nachfrage ungewiss. Nicht zuletzt aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in China und Indien, zwei der weltweit größten Getreideimportländer.

Zusammenfassend bleibt der Getreidemarkt hochdynamisch, mit einer Vielzahl von Faktoren, die die Preise beeinflussen. Für Landwirte bedeutet dies, die Markttrends sorgfältig zu beobachten und ihre Strategien entsprechend anzupassen. Während die erwartete Preisentwicklung eine Herausforderung darstellt, eröffnen sich auch Chancen, Geschäftsmodelle zu optimieren und neue Marktpotenziale zu erschließen.



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