Flächen und Marktperspektiven im Braugersten-Sektor Flächen und Marktperspektiven im Braugersten-Sektor

Flächen und Marktperspektiven im Braugersten-Sektor


„Die allgemeine Gesundheit der Wintergerste und die erkundende Vermutungen für die Frühjahrsgerste“

Es ist allgemein bekannt, dass die Wintergerste (OH) in einem guten Zustand ist. Einige historische Anbauregionen konnten vor den Regenfällen säen, während andere, insbesondere der Westen, von einem deutlichen Rückgang der Flächen betroffen waren. Darüber informiert Diane Chavassieux, regionale Ingenieurin von Arvalis für die Region Bourgogne-Franche-Comté.

Laut Agreste gab es zum 1. April eine geschätzte Fläche von 1,28 Mio. Hektar an Wintergerste (Futter und Brau), was einen jährlichen Rückgang von 6,1 %, aber relative Stabilität gegenüber dem Durchschnitt von 2019-2023 (+ 1 %) darstellt. Es ist zu beachten, dass dieses Urteil durch die Tatsache verzerrt wurde, dass die im Herbst gesäten Frühjahrsgersten (OPSAs) in die Zählung der Wintergersten aufgenommen wurden, da sie vor dem 1. Februar gepflanzt worden sind.

Vor dem Hintergrund des jüngsten Kälteeinbruchs fragen sich viele, welche Auswirkungen dies auf die Ährenfruchtbarkeit haben könnte. Die deutlichen Vorfrühlingswerte haben bereits zu einer Rekordfrühe in vielen Regionen geführt. Laut Chavassieux sind insbesondere die Bodenstrukturen und das Wurzelsystem der Kulturen betroffen, wenn das Wetter plötzlich heiß und trocken wird.

Trotz einiger Sorgen, gibt es auch gute Nachrichten: Die Düngung mit Stickstoff konnte durch die Regenfälle recht gut umgesetzt und das Wachstum der Gerste beschleunigt werden. Allerdings besteht eine erhöhte Gefahr des Lagerverlustes, da sich die Stängel ausdehnen.

Natürlich gibt es auch Herausforderungen, wie die zunehmende Präzedenz von Unkräutern, vor allem Gräsern. Die nasse Herbstzeit erschwerte die rechtzeitige Durchführung entsprechender Maßnahmen.

Was die Frühjahrsgersten (OP) betrifft, zeigten sich trotz suboptimaler Anbaubedingungen gute Aufgänge. Am optimistischsten ist die Vorhersage von Alexandre Jonet von Granit Négoce, der mit einer Gesamtfläche von 670.000 Hektar für die Ernte 2024 eine viel rosigere Vorhersage macht als Agreste (496.000 Hektar).

Insgesamt blickt die Branche optimistisch in die Zukunft: Der Ertrag der französischen Anbauprodukte ist besonders wettbewerbsfähig und das Land könnte auch in China, dem weltweit größten Biermarkt, Fuß fassen. Granit Négoce erwartet für die Ernte 2024 „ein spürbarer Überschuss an französischer Exportproduktion in Drittländer.“ Dies würde einen deutlichen Anstieg gegenüber der vorherigen Ernte bedeuten. Und auch die hohen Prämien für Anbauer für die Ernten 2022, 2023 und 2024 sorgen für Zuversicht.



Quelle

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert