Erhöhte Ernteprognosen und niedrigste Preise seit 3 Jahren Erhöhte Ernteprognosen und niedrigste Preise seit 3 Jahren

Erhöhte Ernteprognosen und niedrigste Preise seit 3 Jahren


Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) erhöhte kürzlich seine Prognose für die weltweite Maisernte auf 947 Millionen Tonnen, im Vergleich zu den bisherigen 945 Millionen. Hierbei spielt vor allem die Anhebung der Ertragsprognose für die USA eine wichtige Rolle.

Die USA rechnen nun mit Maisrekordernte

Überraschenderweise hat das US-amerikanische Ministerium seine Erwartungen bezüglich der geernteten Flächen um 242.000 Hektar gesenkt. Dennoch sieht es einen Rekordertrag von 11,1 Tonnen pro Hektar vor, was einem Anstieg von 2% gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Dieser Anstieg sorgt für eine fast 3-Millionen-Tonnen-Erhöhung der amerikanischen Maisproduktion, die die 2-Millionen-Tonnen-Reduzierung der brasilianischen Produktionsprognosen mehr als ausgleicht.

Während in Brasilien viele Landwirte aufgrund von Dürreperioden die Sojabohnenpflanzen verspätet anbauen mussten, was die Maisernte beeinträchtigt, sorgte die neue USDA-Prognose für eine abwartende Haltung bei den Agrarpreisen.

Mehr Mais aus China

Ein weiterer bedeutsamer Faktor für die globale Maisversorgung ist China. Das USDA hob seine Erwartungen an die chinesische Maisernte deutlich an. Trotzdem wurden die chinesischen Importe nicht heruntergefahren, was zur Annahme führt, dass die hohe chinesische Inlandsproduktion die Nachfrage nach amerikanischem Mais vermindern könnte.

Aussicht auf US-Soja

Nicht nur bei Mais, auch bei Soja stieg die Prognose des USDA. Die erwartete amerikanische Sojaernte ist nun fast eine Million Tonnen höher als zuvor prognostiziert. Mit der positiven Entwicklung in Argentinien aufgrund üppiger Niederschläge scheint die US-Erhöhung eine Reduzierung der brasilianischen Ernte ausgeglichen zu haben.

Für Weizen bleibt es „neutral“

Das USDA-Bericht war für Weizen „eher neutral“, mit der bemerkenswerten Anpassung der Produktions- und Exportprognosen für die Ukraine und Russland und der Zunahme des Tierfutterverbrauchs in Europa.

Das USDA stellt regelmäßig Berichte wie diesen zusammen, um eine bestmögliche Prognose für die weltweite landwirtschaftliche Produktion und damit verbundene Preisentwicklungen zu ermöglichen. In einer Welt, die stärker miteinander verbunden ist als je zuvor, spielen Berichte wie diese eine entscheidende Rolle für die Planung und Strategiebestimmung von Landwirten, Rohstoffhändlern und Regierungen auf der ganzen Welt.



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