Nachhaltige Landwirtschaft: Deutsche suchen mehr Nachhaltigkeit beim Einkaufen Nachhaltige Landwirtschaft: Deutsche suchen mehr Nachhaltigkeit beim Einkaufen

Nachhaltige Landwirtschaft: Deutsche suchen mehr Nachhaltigkeit beim Einkaufen


Landwirtschaft 4.0: Studie der Universität Hohenheim zeigt, dass deutsche Verbraucher:innen bereit sind, mehr für nachhaltige Lebensmittel zu zahlen

Die Diskussion über nachhaltige Landwirtschaft und umweltschonende Anbausysteme gewinnt zunehmend an Bedeutung. Eine aktuelle Studie der Universität Hohenheim zeigt, dass mehr als ein Fünftel der deutschen Bevölkerung bereit ist, für Lebensmittel, die ohne chemischen Pflanzenschutz, aber mit gezieltem Mineraldüngereinsatz hergestellt wurden, mehr zu zahlen. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Ergebnisse die Studie zum Verhalten der Verbraucher:innen erzielt hat und wie die Zukunft der nachhaltigen Landwirtschaft in Deutschland aussehen könnte.

Die Marktfähigkeit des NOcsPS-Anbausystems steht im Fokus der wissenschaftlichen Untersuchung. Dieses System ermöglicht die Herstellung von Lebensmitteln ohne chemisch-synthetischen Pflanzenschutz, während gezielter Mineraldüngereinsatz weiterhin ermöglicht wird. Die Kombination von Vorteilen der konventionellen und ökologischen Landwirtschaft ist ein vielversprechender Ansatz, der die Nachteile beider Systeme minimieren könnte. Ein wichtiger Aspekt, um dieses innovative Anbausystem zu etablieren, ist die Akzeptanz und Zahlungsbereitschaft der Verbraucher:innen.

Die Studie der Universität Hohenheim ergab, dass etwa 23 Prozent der deutschen Bevölkerung zum Segment der „Zukünftigen Konsument:innen“ gehören, die eine starke Ablehnung gegenüber dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Lebensmittelproduktion zeigen. Vor allem Frauen und ältere Menschen zeichnen sich durch ein besonderes Bewusstsein für die Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln auf die Umwelt und die Gesundheit aus. Diese Zielgruppe wäre auch bereit, für NOcsPS-Lebensmittel wie Milch, Käse und Butter einen Aufpreis von bis zu 31 Prozent zu zahlen.

Die Erkenntnisse der Studie bieten wichtige Handlungsimpulse für Entscheidungsträger:innen in der Agrar- und Ernährungsindustrie. Eine verständliche Kennzeichnung von Produkten und eine glaubwürdige Vermarktung sind entscheidend, um die Akzeptanz von NOcsPS-Produkten in der Gesellschaft zu stärken. Die Ergebnisse der Studie können somit dazu beitragen, die Zukunft der nachhaltigen Landwirtschaft in Deutschland aktiv mitzugestalten.

Das Forschungsvorhaben „LaNdwirtschaft 4.0 Ohne chemisch‐synthetischen PflanzenSchutz“ (NOcsPS) der Universität Hohenheim ist Teil eines umfassenden Verbundprojekts, das mehrere Aspekte der Etablierung des NOcsPS-Anbausystems erforscht. Die verwendeten Methoden sowie die Studienergebnisse bieten wichtige Erkenntnisse für die Entwicklung einer nachhaltigen Landwirtschaft in Deutschland.

Für weitere Informationen zu den Studienergebnissen und dem NOcsPS-Projekt stehen Ihnen die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Marie-Catherine Wendt und Jun.-Prof. Dr. Ramona Weinrich von der Universität Hohenheim gerne zur Verfügung. Besuchen Sie auch die Projekthomepage und die Pressemitteilungen der Universität für weitere Einblicke in das innovative Forschungsvorhaben. Lassen Sie uns gemeinsam die Zukunft der nachhaltigen Landwirtschaft gestalten.



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