Alles über die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) des BMEL Alles über die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) des BMEL

Alles über die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) des BMEL


Neuer deutscher GAP-Strategieplan für Förderperiode ab 2023 genehmigt

Die EU hat für die Förderperiode ab 2023 eine neue GAP-Strategieplan-Verordnung eingeführt, nach der alle Mitgliedstaaten der EU erstmals nationale Strategiepläne für die beiden Säulen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) entwickeln müssen. Deutschland hat im September 2022 einen überarbeiteten Entwurf eingereicht, der technische Anpassungen beinhaltete und im November 2022 von der Europäischen Kommission genehmigt wurde. Seitdem wurden bereits Anpassungen vorgenommen, um den Strategieplan weiterzuentwickeln und auf aktuelle Herausforderungen wie den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine zu reagieren.

Der genehmigte GAP-Strategieplan umfasst eine EU-Fördermittel in Höhe von rund 30 Milliarden Euro für die Förderperiode von 2023 bis 2027. Die Fördermittel haben einen direkten Einfluss auf das Leben von 40 Millionen Menschen in ländlichen Gebieten und sind für etwa 300.000 landwirtschaftliche Betriebe relevant. Ziel des Strategieplans ist es, eine nachhaltige und widerstandsfähige Agrar- und Ernährungssystem zu schaffen sowie attraktive ländliche Räume zu fördern und die Landwirtschaft auf ökologische Nachhaltigkeit auszurichten.

In Bezug auf die beiden Säulen der GAP zielt die 1. Säule darauf ab, die Einkommensgrundstützung zu fördern, insbesondere für kleine und mittlere Betriebe sowie junge Landwirtinnen und Landwirte. Die 2. Säule, die von den Ländern selbst gestaltet wird, umfasst Maßnahmen zur Förderung von Umwelt- und Klimaschutz, zur Unternehmensentwicklung in ländlichen Räumen sowie zur Infrastruktur. Von besonderer Bedeutung ist die Förderung der ökologischen Landwirtschaft und die Zusammenarbeit und der Wissensaustausch zwischen den Akteuren.

Die Entwicklung des nationalen GAP-Strategieplans wurde in enger Abstimmung mit den Bundesressorts, den Ländern sowie verschiedenen Verbänden und Interessengruppen koordiniert und durch verschiedene Workshops und Diskussionen begleitet. Der bereits genehmigte Strategieplan hat ein höheres Umweltambitionsniveau und reagiert auf aktuelle geopolitische Lage wie den Ukrainekrieg und die Klimakrise. Er trägt somit dazu bei, die Landwirtschaft nachhaltiger zu gestalten und die Lebensmittelproduktion mittelfristig zu stärken.



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