Vor Ort bei den Anbauern: Lokale Saatgutproduktion fördern


Die Landwirtschaft auf lokaler Ebene kann ein florierendes Geschäft sein, insbesondere für Kleinbauern, die Obst und Gemüse anbauen. Das Erkennungsmerkmal ihrer Produkte ist häufig die Regionalität – die Zusage, dass das knackige Gemüse oder die saftige Frucht nur einen Steinwurf entfernt gewachsen ist. Einen hohen Stellenwert bei den Konsumenten nimmt daher die Herkunft der Samen ein, aus denen diese Früchte und Gemüse wachsen.

Trotz ihres lokalen Fokus sind viele dieser Landwirte jedoch auf Saatgutlieferanten angewiesen, die oft viele tausend Kilometer entfernt sind oder sich sogar auf einem anderen Kontinent befinden. Der Anbau von Samen unter so unterschiedlichen Umweltbedingungen führt nicht selten zu Anpassungsschwierigkeiten in den Farmen, die das Saatgut beziehen. Fehler bei lieranten können zudem schwerwiegende Auswirkungen haben, wie beispielsweise der Fall mit dem sogenannten „Jalapeñogate“ in 2022.

Die Samenwirtschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten stark zentralisiert, wobei mittlerweile vier multinationale Unternehmen den Hauptteil des weltweiten Saatgutmarktes kontrollieren. Kleinbauern und regionale Saatguthändler sind daher oft von diesen zentralisierten Quellen abhängig.

Doch es gibt auch Landwirte, die diesem Trend entgegenwirken und versuchen, den gesamten Versorgungsprozess, einschließlich der Saatgutproduktion, auf lokaler Ebene zu halten. Ihre Bemühungen könnten dazu beitragen, dass die lokalen Lebensmittelsysteme widerstandsfähiger werden und Samen besser an die regionalen Klima- und Bodenbedingungen angepasst sind.

Ein solcher Ansatz erfordert jedoch eine angemessene Koalition. So hat Chris Smith 2022 mit seinen Mitstreitern Leeza Chen und Shelby Johnson regionale Landwirte kontaktiert, um zu diskutieren, wie eine lokale Saatgutinitiative aussehen könnte.

Eine weitere engagierte Fürsprecherin für regional angepasstes Saatgut ist Melissa DeSa. Sie gründete die Non-Profit-Organisation „Working Food“ in Gainesville, Florida, und engagiert sich seitdem für den Anbau von regional angepassten Samen.

Edmund Frost, Mitglied der „Common Wealth Seed Growers“, widmet sich dem Anbau von regional angepassten Gemüsesamen. Er betont, dass die Widerstandsfähigkeit eine besonders wichtige Rolle spielt – gerade in einer Zeit des Klimawandels.

Die lokalen Saatgut-Initiativen sind ein Schritt hin zu einer widerstandsfähigeren und nachhaltigeren Landwirtschaft. Sie setzen auf regionale Anpassung, fördern die Biodiversität und tragen dazu bei, die Abhängigkeit von globalen



Quelle

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert