Von der Anwältin zur Microgreens-Bäuerin: Erfolgsgeschichte im Alter von 50+ Von der Anwältin zur Microgreens-Bäuerin: Erfolgsgeschichte im Alter von 50+

Von der Anwältin zur Microgreens-Bäuerin: Erfolgsgeschichte im Alter von 50+


Tami Purdue hat das meiste ihrer beruflichen Laufbahn als Juristin in einer angesehenen Anwaltskanzlei in Raleigh, North Carolina, verbracht. Mit über 60 Arbeitsstunden je Woche konzentrierte sich ihr gesamtes Leben auf ihren Beruf, bis sie in ihrem fünften Lebensjahrzehnt eine Veränderung anstrebte und eine neue Karriere ins Auge fasste.

Das Jahr 2014 läutete für sie eine grundlegende Veränderung ein. Ein Wochenendworkshop für Gartenarbeit, geleitet von Will Allen von Growing Power, weckte ihr Interesse an der Verbesserung ihrer Gartenerde und der Kompostierung. Als Teil des Programms pflanzte sie ein Tablett voller kleiner, nährstoffreicher Sämlinge, deren Ernte nach etwa drei bis sieben Wochen erfolgen kann.

Als ihre Kresse erfolgreich keimte, war Purdue begeistert. Sie setzte ihre Experimente fort und entwickelte schließlich einen Geschäftsplan. So entstand „Sweet Peas Urban Gardens“. Überraschenderweise zeigten sich die Köche, mit denen sie sprach, weniger an der Nährstoffdichte als vielmehr an den Farbtönen der Microgreens interessiert.

Purdue knüpfte Kontakte zur lokalen Gastronomie und passte ihr Angebot anhand ihrer Rückmeldungen an. Inzwischen zählt sie etwa 55 Sorten zu ihrem Repertoire, darunter Amaranth, Rotkohl, Rotadern-Sauerampfer, Erbsenschoten und Korianderblüten.

Ihr Engagement für den lokalen Gemüseanbau wurde auch vom Well Fed Community Garden geschätzt. Dort konnte sie ihr Wissen über Gartenarbeit, lokale Lebensmittelsysteme und Veränderungen in der Lebensmittelgemeinschaft von Raleigh erweitern. Zur gleichen Zeit erweiterte sie ihr Geschäftsmodell um einen modifizierten und automatisierten Versandcontainer.

Trotz der Herausforderungen und Veränderungen, die die Pandemie mit sich brachte, konnte Purdue einen positiven Aspekt erkennen. Sie erkannte eine Marktlücke für eine Gemüsekiste-Abonnement-Box, die nur Produkte von lokalen Erzeugern enthielt. Sie startete mit 15-20 regelmäßigen Abonnenten, heute sind es mehr als 75.

Trotz der Arbeitsbelastung ist Purdue mit ganzem Herzen bei ihrer zweiten Karriere dabei. Ein Teil ihrer Leidenschaft erklärt sich aus ihrem Glauben an die Macht lokaler und gemeinschaftsbasierter Lebensmittelsysteme. Sie ist überzeugt, dass wir damit wesentliche Probleme lösen können, wie den ökologischen Fußabdruck, Lebensmittelknappheit, saubere Lebensmittelproduktion und Krankheiten durch mangelhafte Ernährung.

Auch im sechsten Lebensjahrzehnt hat Tami Purdue noch viel vor. Sie erhofft sich, dass die Farm sich in den nächsten zwei bis drei Jahren selbst finanziert und dass sie mehr Landwirten durch die Gemüsekistenabonnements ein Einkommen ermöglicht. Durch ein Stipendium des USDA Office of Urban Agriculture and Innovation konnte sie einen Experten für Zonenplanung einstellen, der ihr dabei helfen soll, die lokalen Vorschriften zu ändern.

Ihre klare Botschaft: Wenn sie als ältere Frau ohne landwirtschaftliche Vorerfahrung in den urbanen Gartenbau einsteigen konnte, dann können das auch andere. Eine inspirierende Botschaft, die zeigt, dass es nie zu spät ist, seiner Leidenschaft zu folgen und etwas zu bewirken.



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