Vertrieben – Der moderne Landwirt im Wandel der Zeit


Wenn Sie heute gegessen haben, dann wissen Sie wohl, dass das meiste unserer Nahrung und viele andere Dinge durch Lastkraftwagen transportiert werden. Bis zu 70 Prozent des Werts aller Handelsgüter in den USA werden über diesen Weg transportiert. Zugegebenermaßen denken die meisten Amerikaner im Alltag wahrscheinlich nicht allzu oft an Langstrecken-Trucker. Doch vielleicht sollten wir das ändern. Denn nicht nur ist die Lastwagenfahrerei eine Branche, von der wir stark abhängig sind, sie durchlebt gerade auch eine Art Verwandlung.

In Kalifornien müssen beispielsweise inländische Lastwagen ab dem 1. Januar 2024 mit Elektronischen Fahrtenregistern (ELDs) ausgestattet sein. Diese Regelung folgt dem Beispiel anderer Bundesstaaten, die ähnliche Verpflichtungen eingeführt haben. Seit 2017 gilt diese Pflicht bereits für LKWs, die über Staatsgrenzen hinweg Lieferungen durchführen.

ELDs sind relativ kleine Geräte, aber sie haben einen enormen Einfluss auf die Branche gehabt. Sie überwachen die Fahrtzeiten des Lastwagens und sollen Komplikationen im Zusammenhang mit Fahrerüberlastung entgegenwirken. Doch einige argumentieren, dass diese Geräte stattdessen sogar das Gegenteil bewirken könnten und eine Verletzung der Privatsphäre der Lastwagenfahrer darstellen.

## Warum sind ELDs wichtig?

Die Langstrecken-Lkw-Fahrt war einst ein gesicherter und angesehener Beruf. Heutzutage ist sie eher mit hoher Fluktuation und mangelnder Sicherheit verbunden. Viele Schlagzeilen befassen sich heute mit der Zukunft des Lastwagenfahrens, und das mit Recht, denn auch das Potenzial der Autonomie spielt dabei eine Rolle. Doch die derzeitige Lage der Lkw-Fahrer hat ihre Wurzeln bereits vor mehreren Jahrzehnten.

ELDs sind an den Motor angebracht und können sehr genaue Grenzen dafür setzen, wie lange der Lkw in Betrieb sein kann und wann eine vorgeschriebene Pause eingelegt werden muss. Die FMCSA schätzt, dass ELDs zu 1.844 weniger Unfällen und 26 verhinderten Todesfällen pro Jahr führen werden.

Einer der Hauptgründe für die Problematik liegt wohl in der Arbeits- und Gehaltsstruktur der Branche. Viele Lkw-Fahrer werden pro gefahrener Meile bezahlt, aber ihre Arbeitszeit ist begrenzt. Das heißt, um ein angemessenes Gehalt zu verdienen, müssen sie quasi ein ständiges Wettrennen gegen die Zeit führen.

## Wie sieht die Zukunft aus?

Gibt es einen Weg in die Zukunft? Karen Levy, PhD, meint ja, dieser müsse jedoch über die reine Technik hinausgehen. „Ich denke nicht, dass es kleine Verbesserungen gibt, die wir an den ELDs vornehmen könnten, um alle Probleme der Lkw-Fahrer zu lösen“, meint Levy.

Die sicheren Straßen erfordern wahrscheinlich einen umfassenderen Ansatz, der sich mehr auf Lkw-Fahrer Bezahlung und Arbeitnehmerrechte konzentriert. Ein Kommentator, Trevor Ralphs, stimmte Levy in Bezug auf die Bezahlungsstruktur der Lkw-Fahrer zu.

Dieser kulturelle Wandel hat dazu geführt, dass Lkw-Fahrer heute eher als Außenseiter der Gesellschaft wahrgenommen werden, obwohl unser Land und unser Ernährungssystem ohne sie nicht funktionieren würden.

„Die Würde in den Job zurückzubringen,“ so Levy, sei ein guter Ansatzpunkt. Denn am Ende des Tages sind es unsere Fernlastfahrer, die die Arbeit erledigen.

Wenn Sie mehr über dieses Thema erfahren möchten, finden Sie hier einige weitere Ressourcen:

Levys Buch „Data Driven“: https://press.princeton.edu/books/hardcover/9780691175300/data-driven

Eine Erklärung, warum Lastkraftwagenfahrer anders bezahlt werden: https://www.fleetowner.com/operations/drivers/article/21701667/why-truckers-are-paid-by-the-mile-instead-of-by-the-hour-a-fleet-owner-explainer

Eine ausführliche Geschichte der Lastwagenindustrie: https://soundcloud.com/on-the-move-podcast/episode-1-the-past



Quelle

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