Sorge um TikTok-Verbot: Was bedeutet das für FarmTok?


Millionen von Menschen verfolgen auf TikTok das bäuerliche Leben von Joshua Westerfeld. Sein meistgesehener Clip zeigt, wie er Weizen schaufelt, um ein Wasserleck in seinem Getreidesilo zu beheben. Ein schlechter Tag für die Farm, ein guter Tag, um Content zu generieren.

Auf dem TikTok-Konto @family_farm_life teilt Westerfeld Einblicke in den Alltag seiner Farm. Seine Familie betreibt eine 8000 Hektar große Ranch in Texas. Die Videos zeigen Aktivitäten wie Maisanbau, Heuverladung oder Sommerbräune der Landarbeiter.

Westerfeld betreibt seine Farm mit der Zucht von Getreide und Vieh. Er postet regelmäßig Videos, die das Farmleben dokumentieren und ist besonders bei jungen Menschen beliebt. Ungefähr 70 Prozent seiner Zuschauer sind zwischen 18 und 34 Jahre alt.

Westerfeld ist ein großer Fan von TikTok und nutzt die Plattform seit einigen Jahren, um seinen Alltag auf der Farm zu teilen. Er begann bereits in der Highschool mit der Erstellung von Videos für soziale Medien. Mit dem Aufstieg von TikTok wechselte er zur Plattform und gewann schnell eine Gefolgschaft. Für ihn ist die Plattform eine Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und sich gegenseitig zu unterstützen. Andere Bauern teilen Problemstellungen auf der Plattform und erhalten wertvolle Hinweise von der Community.

Seine Videos ermöglichen es, Dialoge zwischen Landwirten und Nicht-Landwirten zu führen und helfen Menschen, sich bewusster mit den Lebensmitteln auseinanderzusetzen, die sie konsumieren. Dennoch könnte dieses interaktive Element bald verloren gehen. Der chinesische Mutterkonzern von TikTok, Bytedance, wurde von Präsident Joe Biden durch ein neues Gesetz dazu aufgefordert TikTok innerhalb eines Jahres zu verkaufen oder mit einem landesweiten Verbot in den USA zu rechnen.

Laut TikTok bewerben mehr als sieben Millionen kleine Unternehmen in den USA ihre Produkte auf der Plattform und erreichen so neue Zielgruppen. Der Hashtag „#agriculture“ verfügt über mehr als zwei Millionen Videos, die im letzten Jahr über 23 Milliarden Aufrufe generiert haben.

Boelen und Westerfeld sehen in TikTok eine Plattform, die Einblicke in ihren Alltag ermöglicht und Bildungsmöglichkeiten für Menschen bietet, die noch nie zuvor Farmarbeit gesehen haben. Sie erkennen die positiven Seiten von TikTok und bedauern es, dass es Menschen aufgrund eines möglichen Verbots verwehrt sein könnte, Landwirtschaft näher kennenzulernen.



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