Sieg für Landwirte, die Biodiversität auf Ackerland schützen


Durch den Schutz der bedrohten Lupinen sind schwangere Kühe wesentlich sicherer vor dem „Verkrüppelten-Kuh-Syndrom“. Diese Vergiftung kann bei Kühen und deren Nachwuchs auftreten, wenn sie Lupinen fressen. Doch eine nicht alltägliche Maßnahme auf der Mallonee Farm im Bundesstaat Washington zeigt, dass es auch anders gehen kann: Hier wird die Pflanze speziell geschützt, statt sie abzutöten.

Die Lupine dient hier als Nährboden für die Larven des gefährdeten Fender’s Blauen Schmetterlings, weshalb sie im Jahr 2000 nach dem Bundesgesetz zum Schutz bedrohter Arten als gefährdet eingestuft wurde. In den USA wird sie hauptsächlich in kleinen Gebieten von Präriegrünland westlich der Kaskadenkette gefunden, mit der Mallonee Farm als nördlichstem Epizentrum.

Ein großer Teil bedrohter Arten, die in den USA beheimatet sind, spielen als Bestäuber – wie der Fender’s Blauer Schmetterling – eine lebenswichtige Rolle für unsere Ernährungssicherung. Ihre Bestände sind durch Landwirtschaft, Düngung und Pestizideinsatz stark gefährdet. Es ist jedoch nicht immer einfach für Landwirte, bedrohte Arten auf ihren Flächen zu identifizieren und entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

Organisationen wie NatureServe arbeiten mit sensorgesteuerten Technologien und Augenzeugenberichten, um bedrohte Arten zu identifizieren und vorherzusagen, wo sie auf landwirtschaftlichen Flächen vorkommen könnten. Auf der Grundlage von Karteninformationen können staatliche Stellen, Naturschutzorganisationen und betroffene Landwirte geeignete Maßnahmen ergreifen.

Es ist natürlich nicht immer einfach, die Interessen von Artenschutz und landwirtschaftlicher Produktion in Einklang zu bringen. Doch die Erfahrung zeigt, dass viele Grundstücksbesitzer bereit sind, im Sinne des Artenschutzes zu handeln, wenn sie erst einmal die Potenziale und Vorteile hierfür erkennen.

Ein gutes Beispiel hierfür ist die Mallonee Farm: Durch die Einführung einer Weide-Rotation zum Schutz der bedrohten Lupinen konnte die Population der Pflanze um 33 Prozent gesteigert werden. Und die Bemühungen haben sich gelohnt: Durch die entwickelte Weide-Rotation konnte der Milchviehbetrieb insgesamt besser gemanagt werden – zum Nutzen der bedrohten Arten und der Tiere auf der Farm.

Artenschutz auf landwirtschaftlichen Flächen ist eine vielfältige Aufgabe, die ein hohes Maß an Hingabe und Verantwortung erfordert. Doch die Mallonee Farm zeigt, dass es möglich und lohnenswert ist, Schutzmaßnahmen im Sinne der Artenvielfalt zu ergreifen. Und dass Landwirte eine entscheidende Rolle bei der Erhaltung bedrohter Arten spielen können.



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