Projekt zur Erhaltung der Schwarzen und Indigenen Esskultur: Eine Oral History Projekt zur Erhaltung der Schwarzen und Indigenen Esskultur: Eine Oral History

Projekt zur Erhaltung der Schwarzen und Indigenen Esskultur: Eine Oral History


„Erinnerungen wachsen im Garten: Wie Saatgut Aussaaten von Geschichte bewahrt“

Wenn man durch die Appalachen reist, wird man oft auf Geschichten über Samen stoßen. Das „Heirloom Gardens Oral History Project“ (HGP), ein Projekt, das darauf abzielt, landwirtschaftliches Erbe und traditionelle Anbaumethoden zu würdigen, hat sich darauf spezialisiert, diese Erzählungen festzuhalten. Von Körnern, die in der Bibel einer verstorbenen Großmutter gefunden wurden, bis hin zu den seltenen Samen von Nellie Taylor Kohlgrün, die von ihrem Schwiegersohn liebevoll in einer Tiefkühltruhe aufbewahrt wurden, sind die Geschichten so vielfältig wie die Menschen, die sie erzählen.

Landwirtschaft hat für schwarze und indigene Bevölkerungsgruppen eine zentrale Rolle gespielt, deren Anbaukenntnisse wurden jedoch während der Sklaverei und des Kolonialismus genutzt und ausgebeutet. Das Heirloom Gardens-Projekt möchte nun die jahrhundertealten Fähigkeiten dieser Gemeinschaften sowie deren kulturell bedeutsame Lebensmittel aufzeichnen und bewahren.

Über einen Zeitraum von zwei Jahren sammeln Studenten und Dozenten die mündlichen Geschichten von Gemeindemitgliedern im Südosten der USA und in den Appalachen, die ihre landwirtschaftlichen, kulinarischen und medizinischen Traditionen erhalten. Diese Erzählungen werden dann roh und unverändert veröffentlicht, um eine authentische Perspektive auf das Leben der Befragten zu bieten.

Die gesammelten Geschichten finden in einem öffentlichen Archiv Platz und sollen dazu dienen, zukünftige Gemeinschaftsgärten mit kulturell bedeutsamen Pflanzen zu kreieren, weitreichende Erfahrungen weiter zu erforschen und tiefer in Themen wie Landzugang, Gartenbau, Landwirtschaft sowie Nahrungs- und Ernährungssicherheit einzutauchen.

Das Projekt entstand zu Beginn der Pandemie, nachdem Ujamaa, eine Gemeinschaft von Gärtnern, eine Online-Serie startete, in der Großmütter von ihren kulinarischen Erinnerungen und den Pflanzen, die sie in ihren Gärten angebaut haben, erzählten. Dies führte schließlich zur Entwicklung des Heirloom Gardens Oral History-Projekts.

Eines der Ziele des Projekts besteht darin, dass Bauern durch den Anbau der im Projekt erwähnten Samen eine zusätzliche Einkommensquelle erschließen können. Dafür suchen sie nach den erwähnten Samen, um sie den Bauern zur Verfügung zu stellen. Große Saatgutunternehmen könnten mit diesen Bauern zusammenarbeiten, um die Samen einem breiten Markt zugänglich zu machen.

Die kulturell bedeutenden Nahrungsmittel und Samen stellen einen wichtigen Schatz im Erbe der indigenen und schwarzen Bevölkerungsgruppen dar. Ihre Bedeutung wird im Heirloom Gardens Oral History-Projekt hervorgehoben und hilft, das Bewusstsein für ihre Rolle in der Landwirtschaft, Geschichte und Identität wieder zu beleben.



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