Neonikotinoide töten Pollenbestäuber: Wir liefern Lösungen! Neonikotinoide töten Pollenbestäuber: Wir liefern Lösungen!

Neonikotinoide töten Pollenbestäuber: Wir liefern Lösungen!


Überschrift: Apokalypse der Insekten: Der dramatische Rückgang der Bienenpopulation und seine Konsequenzen

Wir haben uns jahrelang von den Erträgen unserer Gärten und Obstplantagen auf unserer Farm in Nord-Carolina ernährt und hatten genügend Nahrung zum Teilen – alles dank der ansässigen Bienen. Von unseren Apfelbäumen und Blaubeerpflanzen bis zu unseren Kürbisgewächsen, alle waren auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Doch im Jahr 2017 kam diese Zuverlässigkeit ins Wanken und lies unsere Ernte ausfallen – die Bienen waren verschwunden.

Als Bienenarzt begab ich mich auf die Suche nach Antworten. Wo waren die Tiere hin, die uns zuverlässig mit Essen versorgt hatten? Ich entdeckte, dass ein nahegelegenes Feuchtgebiet durch Insektizide kontaminiert worden war. Diese töten zwar Schädlinge, aber auch Bienen. Zudem stellte ich fest, dass die Agrarindustrie in den letzten 20 Jahren eine deutliche Wandlung durchlaufen hatte. Insektizide wurden nicht mehr nur bei Bedarf eingesetzt, sondern die meiste Zeit auf vielen Feldfrüchten – und zwar eine neuartige, persistente Art, genannt Neonicotinoide (kurz: Neonics).

Neonics sind die am häufigsten verwendeten Insektizide weltweit. Sie lösen sich in Wasser auf und können sich weit über das behandelte Land ausbreiten. Obwohl das vergiftete Wasser des Feuchtgebiets nie unsere Nahrungspflanzen berührte, wurden die Bestäuber, auf die unsere Farm angewiesen war, dezimiert. Unser Obstgarten blieb jahrelang karg.

Meine Untersuchung folgte der Arbeit von Insektenwissenschaftlern und Imkern, die seit über 15 Jahren alarmiert darauf hinweisen, dass der übermäßige Einsatz von Neonics zu einem dramatischen Insektensterben führt. Dieser beunruhigende Rückgang der Populationen von Bestäubern und anderen Insekten hat den Begriff „Insektenapokalypse“ geprägt.

Es stellte sich heraus, dass Neonics so potent sind, dass ein einzig behandelter Maiskorn genug Insektizid enthält, um mehr als 80.000 Honigbienen zu töten. Wird eine Biene nicht sofort getötet, kann ihre Fähigkeit, sich zu reproduzieren, Nahrung zu sammeln und Krankheiten abzuwehren, beeinträchtigt werden. Bei Bienen ist die Exposition gegenüber Neonics kumulativ: Wenn eine Mahlzeit aus kontaminiertem Nektar eine Biene krank macht, kann die weitere Nahrungsaufnahme tödlich sein.

Im Jahr 2022 ergab eine mehrjährige Studie im Bundesstaat New York, dass 24 Prozent der Bienenarten vom Aussterben bedroht sind und weitere 11 Prozent möglicherweise bereits vollständig verschwunden sind. Die New Yorker Behörden reagierten: Im Winter wurde New York der erste Bundesstaat, der die Aussaat von mit Neonic beschichteten Saatgut einschränkte; das Gesetz tritt 2027 in Kraft. Obwohl 12 andere Bundesstaaten ebenfalls Einschränkungen für Neonics haben, haben diese bislang nicht ihren größten Einsatzbereich reguliert: als Beschichtung auf Saatgut.

Kritische Bestäuber unter Bedrohung: In den USA und Kanada sind Honigbienen, die für Honig und die Bestäubung von Nutzpflanzen gehalten werden, Varianten einer importierten europäischen Art: Apis mellifera. Aber die Region beherbergt auch mehr als 3.600 Arten von Wildbienen, die gleichwohl blühende Pflanzen und Nutzpflanzen bestäuben. Einige sind speziell an eine bestimmte Pflanzenart angepasst.

Es ist von enormer Bedeutung, die Biodiversität der Biene zu bewahren. Studien von anderen Tierpopulationen zeigen, dass die Größe wichtig ist: Eine große Population erhöht die Chancen für die genetische Vielfalt, die Tiere benötigen, um sich den heutigen Umweltproblemen anzupassen. Eine kleine, inzuchtbelastete Bienenpopulation ist häufig eine zurückgehende Population.

Wir spüren bereits die Auswirkungen des Bienensterbens. Eine kürzlich weltweit durchgeführte Studie in „Environmental Health Perspectives“ zeigte, wie unzureichende Insektenbestäubung die wirtschaftliche und Ernährungssicherheit durch den Verlust wertvoller Nahrungsmittel wie Früchte und von Insekten bestäubten Nüssen und Gemüse verringern kann. In mehreren Ländern ist man nun gezwungen, große Kulturen per Hand zu bestäuben.

Aber nicht nur Menschen sind auf Bienen angewiesen – ganze Ökosysteme sind es ebenfalls. Der Verlust von Bienen und dadurch fehlende Bestäubung hat zur Folge, dass weniger regionale Vögel heimisch sind.

Unsere Aufforderung an Sie, ist, sich aktiv für den Schutz der Bienen einzusetzen und Ihre Stimme für Gesetzesänderungen zu erheben, die den Einsatz von Neonics und ähnlichen schädlichen Insektiziden einschränken. Jeder von uns kann dazu beitragen, die Insektenapokalypse aufzuhalten und dabei helfen, unsere Ökosysteme und Lebensmittelquellen zu schützen.



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