Meinung: Fehlpriorisierung – Warum das Agrargesetz die falschen Dinge betont


Auf den ersten Blick mag das US-Agrarsystem wie ein durchschlagender Erfolg erscheinen. Seit der Einführung des Farm Bills im Jahr 1933 sind Farmeinkommen, Erträge und Lebensmittelverfügbarkeit enorm gestiegen. Bei genauerer Betrachtung offenbart unser Lebensmittelsystem jedoch viele Herausforderungen. Es stützt sich auf die ressourcenintensive Produktion von Grundnahrungsmitteln, die den Großteil der fruchtbaren Flächen benötigt, um Tiere zu ernähren, die in abgeschiedenen Räumen gehalten werden.

Das System ist stark abhängig von staatlichen Subventionen, wobei Großbetriebe mehr als 90 Prozent der Subventionen abgreifen, obwohl sie nur drei Prozent der Betriebe im Land ausmachen. Unsere Lebensmittelversorgung ist abhängig von Billigarbeit, die vorwiegend von Einwanderern geleistet wird, von denen die Hälfte voraussichtlich undokumentiert ist. Die Kosten unserer Lebensmittelkette für die Gesellschaft, etwa die versteckten Kosten, die mit schlechten Arbeitsbedingungen wie Kinderarbeit oder nicht lebensfähigen Löhnen verbunden sind, belaufen sich auf schätzungsweise 100 Milliarden Dollar.

Mehr als 70 Prozent der artenreichen Prärien Nordamerikas wurden durch Weizen, Soja, Mais, Luzerne und Raps ersetzt, die hauptsächlich als Tierfutter und Biokraftstoff verwendet werden. Die gegenwärtigen Bemühungen zur Schaffung nachhaltiger Lebensmittelsysteme gehen nicht weit genug. Sie sind zwar gut gemeint, aber die staatlichen Zuschüsse und Unternehmensprojekte für „regenerative“ und „klimafreundliche“ Landwirtschaft stellen nur Veränderungen am System dar, keine Reformen des Status quo.

Wir benötigen eine radikale Veränderung in der Gestaltung unseres Lebensmittelsystems. Hier sind fünf Schritte, die uns dorthin bringen können:

1. Menschen statt Tiere und Kraftstoffe priorisieren: Ein Drittel der Kalorien in den USA wird verschwendet. Wir müssen Lebensmittelverluste und -verschwendung reduzieren und sie umwandeln, um Menschen zu ernähren.

2. Ökologische Effizienz statt wirtschaftliche Effizienz priorisieren: Die ökologischen Grenzen natürlicher Ressourcen sollten bestimmen, was, wo und wie angebaut wird.

3. Lokale und regional vielfältige Nahrungsnetzwerke fördern: Bauern sollten Zugang zu Märkten, Infrastrukturen, Wissen und Zuschüssen erhalten.

4. Gesunde Ernährung für alle Menschen unterstützen: Lebensmittel müssen gesund, nahrhaft und im Einklang mit den ernährungsphysiologischen Richtlinien stehen.

5. Sicherstellung von Ressourcen zur zukunftssicheren Gestaltung von Lebensmittelsystemen: Die Neuausrichtung des Lebensmittelsystems erfordert erhebliche Investitionen.

Der nächste Farm Bill muss ein nachhaltiges System unterstützen, das diese fünf Schritte zentral betrachtet. Es erfordert dringendes Handeln und Fördermittel, die innerhalb des Farm Bills umverteilt werden können, um diesen Wandel zu unterstützen.-stript>



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