Starke Initiative für die Zukunft: Copa–Cogeca startet Petition zum Schutz des EU-Agrarhaushalts
Wachsende Unsicherheit, steigende Kosten und die anhaltende Globalisierung stellen Landwirtschaft und Ernährungssicherung in Europa vor große Herausforderungen. In diesem spannenden Kontext haben die Präsidenten von Copa–Cogeca eine entschlossene Petition ins Leben gerufen, die den EU-Haushalt für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) verteidigen soll. Was steckt hinter der Aktion, warum ist das Anliegen so dringlich – und was plant Copa–Cogeca für die Jahre nach 2027? Wer sich für die europäische Landwirtschaft, ihre Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit interessiert, sollte jetzt unbedingt weiterlesen.
Europäische Agrarpolitik am Scheideweg: Die Ausgangslage
Seit Jahrzehnten ist die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) das Fundament für Ernährungssicherheit und Stabilität im ländlichen Raum. Doch aktuell steht die GAP vor einer Zerreißprobe. Diskutiert wird über eine Umwandlung zu einem „einheitlichen Fonds“ nach 2027, was das bewährte System und die wichtige Rolle der GAP schwächen könnte. Gerade jetzt, wo die Unsicherheiten in der Welt zunehmen, mahnen Copa–Cogeca und zahlreiche landwirtschaftliche Verbände einen starken und klaren Haushaltsrahmen an.
Kritische Stimmen aus der Branche: Warum Widerstand jetzt wichtig ist
Bei einer europaweiten Aktion in über 20 Mitgliedsstaaten machten Gewerkschaften und Agrarvertreter im Mai bereits deutlich: Ohne ein klares Bekenntnis zum Agrarhaushalt der EU steht die Zukunft vieler bäuerlicher Betriebe auf dem Spiel. Ein reduzierter oder nicht mehr explizit landwirtschaftlich ausgerichteter Haushalt droht die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Landwirtschaft weiter zu erodieren. Auch Massimiliano Giansanti, Präsident von Copa, mahnt: Obwohl die Kommission die Bedeutung der Agrarwirtschaft betone, stünden Kürzungen und Unsicherheiten im Raum – eine gefährliche Diskrepanz, die zum Handeln zwingt.
Zentrale Forderungen: Klarer Finanzrahmen und Erhalt der gemeinsamen EU-Politik
Auf der offiziellen Petitionswebseite noscuritywithoutcap.eu werden vier zentrale Forderungen an die Europäische Kommission formuliert:
– Ein gestärkter, eigener Haushalt für die GAP, um Versorgungssicherheit und die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Betriebe langfristig abzusichern.
– Die „C“ in der GAP, das Gemeinsame, darf nicht verloren gehen – nationale Alleingänge und eine Renationalisierung lehnt Copa–Cogeca entschieden ab.
– Beibehaltung der Zwei-Säulen-Struktur (Direktzahlungen und Förderung der ländlichen Entwicklung) zur nachhaltigen Unterstützung der europäischen Landwirtschaft.
– Keine Reformen der GAP ohne eine transparente und gesicherte Finanzierung – Planungssicherheit für Landwirte steht an erster Stelle.
Praktische Fakten und Mitmachmöglichkeiten: Engagement zeigen lohnt sich
– Die Petition ist seit dem 19. Juni öffentlich und steht allen Interessierten offen – bis zum Ende des Sommers können Bürger, Organisationen und Verbände ihre Unterstützung bekunden.
– Copa–Cogeca ruft ausdrücklich dazu auf, sich von der lokalen Ebene bis hin zur EU zu mobilisieren und gemeinsam für eine starke Agrarpolitik einzustehen.
– Die Europäische Kommission wird mit jeder zusätzlichen Stimme stärker unter Druck gesetzt, den Agrarsektor als Grundpfeiler europäischer Stabilität zu respektieren.
Fazit: Ihre Stimme zählt für Europas Landwirtschaft
Die nächsten Jahre werden für die europäische Agrarwirtschaft entscheidend. Es geht nicht nur um Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft, sondern auch um Ernährungssicherheit für alle – und dafür braucht es eine starke Gemeinsame Agrarpolitik mit ausreichenden finanziellen Mitteln. Wer ebenfalls für die Zukunft der europäischen Landwirtschaft eintreten möchte, kann sich an der Petition beteiligen, unsere Newsletter abonnieren oder mit anderen Leserinnen und Lesern in den Kommentaren über die Zukunft der GAP diskutieren. Ihre Meinung und Ihr Engagement sind jetzt wichtiger denn je!




