Preisentwicklung 2024: Was können Verbraucher erwarten? Preisentwicklung 2024: Was können Verbraucher erwarten?

Preisentwicklung 2024: Was können Verbraucher erwarten?


Agrarpreisprognose 2024: Analyse von Arete auf Basis weltweiter Trends

In einer Zeit, die von starken Marktpreisschwankungen gekennzeichnet ist, wird es zunehmend schwieriger, genaue Vorhersagen zu treffen. Dennoch hat die Firma Arete eine Analyse der Aussichten für 2024 für Mais, Gerste, Weizen und Sojabohnen präsentiert, basierend auf weltweiten Marktdynamiken. Die Daten wurden im Rahmen einer Konferenz auf der Internationalen Zootechnik Messe in Cremona 2023 veröffentlicht.

Maispreise 2024

Die Fülle der Produktion in den USA und Brasilien könnte eine ausreichende Angebotssituation auf dem Markt gewährleisten. Die weltweite Ernte kündigt sich daher als reichlich an, wobei jedoch die Ungewissheit darüber besteht, ob die späte Sojaaussaat in Brasilien die Aussaat des zweiten Maisanbaus verzögern könnte. Es ist auch möglich, dass die Saat von Mais in den USA nach der Rekordproduktion 2023/2024 abnehmen könnte.

Der Bedarf der Europäischen Union bleibt hoch, mit Importen von 24,5 Millionen Tonnen, was einem Anstieg von 4% gegenüber 2022/2023 entspricht. Es wird ein deutlicher Rückgang der Exporte aus der Ukraine (-26%) aufgrund geringerer Produktverfügbarkeit und aufgrund der Sperrung des Getreidekorridors erwartet. Gleichzeitig wird ein Anstieg der chinesischen Importe prognostiziert, da die Nachfrage nach US-Produkten, die derzeit noch hauptsächlich vom brasilianischen Produkt dominiert wird, wieder anzieht. Basierend auf dieser Analyse erwartet Arete weiterhin hohe Preise im Vergleich zu vor 2020.

Gerstenpreise 2024

Die weltweite Gerstenproduktion ist auf dem niedrigsten Stand seit 2018, mit historischen Tiefständen der Lagerbestände seit den 80er Jahren. Die Produktion in der EU ist für die vierte aufeinanderfolgende Kampagne gesunken (-6,5%), ebenso wie die Exporte (-7%), und es gab Verzögerungen bei den Winteraussaaten aufgrund der Niederschläge in Frankreich und Deutschland, die etwa 40% der Gesamtproduktion ausmachen. In den letzten beiden Kampagnen stiegen die Importe aus der Ukraine, obwohl das Angebot aus dem Schwarzmeerregion gesunken ist.

El Niño begrenzt die Produktion in Australien (-31%), dem niedrigsten Stand der letzten fünf Jahre, mit einem deutlichen Rückgang der Exporte (-28%) und einer Kontraktion der Ernte in Russland (-5%) nach dem Rekordjahr 2022/2023. Es wird auch ein Rückgang der chinesischen Importe erwartet.

Der Gerstenverbrauch ist aufgrund des geringen globalen und europäischen Angebots rückläufig, insbesondere für Futterzwecke. Arete prognostiziert auch auf Basis dieser Analyse weiterhin hohe Preise im Vergleich zu vor 2020 und mögliche Preiserhöhungen, insbesondere für heimische Produkte.

Weizenpreise 2024

Der weltweite Weizenmarkt wird voraussichtlich ein Defizit aufweisen. Die Herbst-Winter-Aussaaten auf der Nordhalbkugel verzögern sich, insbesondere in Frankreich. In der Ukraine könnten die Winterweizenaussaaten um etwa 7% zurückgehen, und auch für die USA wird ein Rückgang der Weizenaussaaten erwartet.

Die Qualität in der EU ist enttäuschend (insbesondere geringes spezifisches Gewicht) bei knappem Angebot an proteinreichen Weizensorten. Die Produktion bleibt in wichtigen Exportländern unverändert oder rückläufig, nämlich in der EU (+0,1%), Kanada (-10%), Australien (-38%), während sie in den USA (+10%), Argentinien (+20%) und der Ukraine (+5%) steigt. Die Prognose eines Rückgangs der Bestände in den wichtigsten Exportländern und das damit verbundene globale Defizit verunsichert den von russischem Angebot abhängigen Markt.

Auf der Basis dieser Analyse prognostiziert Arete weiterhin hohe Preise im Vergleich zu vor 2020 und mögliche Preiserhöhungen.

Sojapreise 2024

Es wird erwartet, dass die weltweite Sojaproduktion um 8% ansteigt, insbesondere: -3% in den USA, +3% in Brasilien, +92% in Argentinien. Es besteht die Prognose eines Defizits auf dem US-Markt aufgrund der weiterhin verzögerten südamerikanischen Aussaat, insbesondere in Brasilien. Dürre und hohe Temperaturen in den zentralen und nördlichen Staaten Brasiliens verzögern die Aussaat.

Die weltweite Ölproduktion wird voraussichtlich um 5% steigen, mit einem Anstieg der argentinischen Produktion und Zuwächsen in allen großen Produktionsregionen.

Die Entwicklung der globalen Sojanachfrage verläuft schwach, jedoch importiert China zunehmende Mengen an US-Sojabohnen (+30% im Vergleich zum Vorjahr) aufgrund der Schwierigkeiten bei der Aussaat in Brasilien.

Der steigende Bedarf nach Sojaöl und das Defizit in den USA werden die Preise unterstützen. Daher prognostiziert Arete weiterhin hohe Preise im Vergleich zu vor 2020.

Ausblick

Die vorgestellte Analyse von Arete gibt Einblick in die möglichen Entwicklungen auf den Agrarmärkten für Mais, Gerste, Weizen und Soja im Jahr 2024. Die vorhersehbare Angebots- und Nachfragesituation sowie globale Wetterphänomene werden die Preise entscheidend beeinflussen. Daher ist es wichtig, diese Faktoren im Auge zu behalten und sich auf weitere Informationen und Prognosen einzustellen. Mehr Informationen zu diesen und anderen Themen finden Sie auf unserer Website. Abonnieren Sie unseren Newsletter und diskutieren Sie mit uns in den Kommentaren.



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