Coldiretti Punkt – Informationszeitung für Unternehmen im Agrar-Lebensmittelsystem Coldiretti Punkt – Informationszeitung für Unternehmen im Agrar-Lebensmittelsystem

Coldiretti Punkt – Informationszeitung für Unternehmen im Agrar-Lebensmittelsystem


Die nationalen Dekrete über die obligatorische Angabe der Herkunft des Rohmaterials für Pasta, Reis, Tomaten, verarbeitetes Schweinefleisch, Milch und Milchprodukte wurden bis zum 31. Dezember 2024 verlängert – ein dringender Wunsch des italienischen Bauernverbands Coldiretti. Die Dekrete wurden von dem Minister für Landwirtschaft, Ernährungssouveränität und Forsten, Francesco Lollobrigida, zusammen mit dem Minister für Unternehmen und Made in Italy, Adolfo Urso, sowie dem Gesundheitsminister Orazio Schillaci unterzeichnet.

„Dies ist ein wichtiger Schritt, um die italienische Ausgabenpolitik zu schützen und Verbrauchern und Unternehmen Transparenz zu bieten“, betont der Vorsitzende Prandini. Auch im Bereich künstlicher Lebensmittel hat Italien seine Vorreiterrolle in den Politiken zum Schutz der Gesundheit der Bürger bestätigt, da es das erste Land war, das nationale Vorschriften zur obligatorischen Kennzeichnung des Ursprungs von Lebensmitteln eingeführt hat – ein Schritt, dem sich die gesamte Europäische Union zunehmend annähert.

Interessant ist auch die kürzliche Erlass des Europäischen Parlamentes, welches die Kennzeichnungspflicht der Herkunft der in Säften und Marmeladen verwendeten Früchte festlegte. Darüber hinaus wurden auch die Etiketten für Honig transparenter gestaltet, da diese nun die prozentualen Anteile des Honigs aus verschiedenen Ländern in Mischungen angeben müssen. Ab dem 1. Januar 2025 wird die Kennzeichnungspflicht auch für verpacktes Obst und Gemüse, Nüsse, Mandeln, Haselnüsse, Pistazien, Pinienkerne und andere geschälte Früchte, getrocknete Zitrusfrüchte, getrocknete Äpfel, getrocknete Birnen, getrocknete Pflaumen, getrocknete Feigen und Rosinen, Wildpilze einschließlich Trüffeln und Safran gelten.

Die Unterzeichnung des zwischenministeriellen Dekrets zur Herkunftskennzeichnung ist ein entscheidender Schritt, um zu verhindern, dass Produkte mit minderwertigen Zutaten aus dem Ausland, die nicht den strengen Qualitätsstandards der italienischen Produkte entsprechen, als „Made in Italy“ vermarktet werden. Die Pflicht zur Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln ist ein langjähriges Anliegen von Coldiretti und wurde erstmals 2002 in allen EU-Ländern eingeführt.

Auf diese Weise wird die tatsächliche Herkunft von Grundnahrungsmitteln der Italiener, die etwa 80% der Ausgaben ausmachen, garantiert. Allerdings bleibt noch immer die Herkunft von Weizen, der in Brot, Mehl, Süßwaren, Pizza und Keksen verwendet wird, und von Zutaten, die in Eiscreme und Tiefkühlkost verwendet werden, anonym.



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