Winterernten in überschwemmten Gebieten gestört Winterernten in überschwemmten Gebieten gestört

Winterernten in überschwemmten Gebieten gestört


Inmitten kalter Wetterbedingungen und steigender Sorgen um Ernteverluste bleiben die Bauern im französischen Pas-de-Calais unverzagt, trotz der Tatsache, dass Ernteerträge für Kulturen wie Zuckerrüben, Kartoffeln und Chicorée durch Überflutungen gefährdet sind. Obwohl der Kälteeinbruch im Januar für diese Pflanzen in ihrer Ruhephase eher eine Erholungspause darstellt, bedeuten die Wetterextreme Schwierigkeiten für die ansässigen Landwirte.

Besorgniserregend ist die Situation im Pas-de-Calais, wo Erträge aus überfluteten Agrarflächen nicht mehr einbringbar sind. Laut Emmanuel Pigeon, dem Leiter der Confederation Générale des Planteurs de Betteraves (CGB) in Nordfrankreich, könnten bis zu 2.500 Hektar an Zuckerrüben betroffen sein.

Eine vorübergehende Eindämmung des frostigen Wetters könnte zwar eine Stabilisierung der Böden ermöglichen, die wiederum die Bearbeitung der Felder mit landwirtschaftlichen Maschinen erleichtert, aber nur wenn das Wetter in den letzten Wochen der Ernteperiode trocken bleibt. Pigeon fügt hinzu, „Zu dem jetzigen Zeitpunkt ist noch Nichts verloren, aber auch Nichts gewonnen.“

Die Herausforderungen werden verschärft durch zusätzliche Kosten und erhöhte Abnutzung der landwirtschaftlichen Gerätschaften. Die Situation hat auch Auswirkungen auf andere im Winter übliche landwirtschaftliche Praktiken wie die Pflege von Hecken und Düngemaßnahmen.

Wenn Wetterkapriolen das rechtzeitige Einbringen der Ernte weiter verhindern, könnten Versicherungen für klimabedingte Mehrgefahren ins Spiel kommen. Sie würden Verluste für betroffene Bauern ausgleichen – oder der nationale Solidaritätsfonds, dessen Aktivierung vorgesehen ist, wenn die Verluste in großflächigen Kulturen mehr als 50 % betragen.

Das bäuerliche Leben ist jedoch nicht ausschließlich negativ. Der scharfe Winterfrost hat auch Vorteile, wie Céline Imart von Intercéréales erklärt. Die Kälte kann den Druck von Schädlingen wie Insekten und Pilzen reduzieren und den Wintergetreiden, die bereits stark verbreitet sind, einen schützenden Mantel bieten.

Allerdings gibt es in einigen Regionen Frankreichs eine Gefahr durch Überschwemmungen und verspätete Aussaat. Wenn Kälte plötzlich auf mit Wasser gesättigte Böden trifft, können Verbrennungen auftreten und das Pflanzenwachstum gestört werden. Céline Imart warnt, dass in solchen Fällen Bauern möglicherweise auf Frühjahrskulturen wie Gerste, Mais und Sonnenblumen als Alternative ausweichen müssen.



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