Welche Risiken birgt eine Bürgschaft für Landwirte in ihrer eigenen Firma? Welche Risiken birgt eine Bürgschaft für Landwirte in ihrer eigenen Firma?

Welche Risiken birgt eine Bürgschaft für Landwirte in ihrer eigenen Firma?


Im Landwirtschaftsbetrieb sollte der Betriebsleiter über die in seinem Unternehmen abgeschlossenen Garantien bestens informiert sein. Hierbei ist es essenziell, sich gut über die Risiken einer Bürgschaft im Klaren zu sein.

Was ist eine Bürgschaft?
Eine Bürgschaft ist ein Vertrag, in dem sich eine Person verpflichtet, die Schulden des Schuldners bei dessen Ausfall zu begleichen. Ein Landwirt, der sich als Bürgschaft für sein Unternehmen anbietet, wird nur im Falle einer Insolvenz dieses Unternehmens in Anspruch genommen, so die Rechtsexperten der Landwirtschaftskammern in der Bretagne. In diesem Szenario kann der Landwirt, der sich als Garantiegeber für sein Unternehmen aufgestellt hat, mit seinem persönlichen Vermögen zur Verantwortung gezogen werden.

Einfache Bürgschaft oder Solidarbürgschaft?
Bei einer einfachen Bürgschaft muss der Kreditgeber zunächst den Hauptschuldner – also das Unternehmen – verfolgen, bevor er sich an den Bürgen wendet. Dies wird als „Vorteil der Diskussion“ bezeichnet.
Zusätzlich zu diesem Nutzen der Diskussion kann eine einfache Bürgschaft, wenn mehrere Personen als Bürgen auftreten, den „Vorteil der Teilung“ verlangen. Die Bürgschaft, die von einem Gläubiger aktiviert wird, kann verlangen, dass die eingeleiteten rechtlichen Schritte proportional zu der Verpflichtung der verschiedenen Bürgen aufgeteilt werden.
Eine Solidarbürgschaft hingegen kann nicht von den Vorteilen der Diskussion profitieren. Bei einem Zahlungsverzug kann der Gläubiger sich direkt an den Bürgen wenden, was für ihn die schnellste und effizienteste Lösung ist. Daher verlangen die meisten Gläubiger in der Praxis eine Solidarbürgschaft.

Rahmen für eine Bürgschaft
Die Bürgschaft darf weder das von der Gesellschaft geschuldete Überschreiten noch unter ungünstigeren Bedingungen abgeschlossen werden. Eine handschriftliche Notiz bleibt zwingend erforderlich, um nicht als null und nichtig zu gelten.
Die Bürgschaft sollte proportional zu den Vermögenswerten und Einkommen der Person, die Bürgschaft bietet, sein. Ist sie offensichtlich unverhältnismäßig, wird sie auf den Betrag reduziert, bis zu dem sich die Person zum Zeitpunkt des Abschlusses des Vertrages verpflichten konnte.
Der professionelle Gläubiger hat zudem bestimmte Verpflichtungen gegenüber dem Bürgen: Er muss diesen jedes Jahr vor dem 31. März über den ausstehenden Betrag der Hauptschuld, der Zinsen und sonstigen Nebenleistungen informieren und ihn über die Versäumnisse des Hauptschuldners auf dem Laufenden halten.



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