Vorstellung des Orientierungspakts zur Erneuerung der Landwirtschaft Vorstellung des Orientierungspakts zur Erneuerung der Landwirtschaft

Vorstellung des Orientierungspakts zur Erneuerung der Landwirtschaft


Die Zukunft der Landwirtschaft: Ein Gesetz über Souveränität und Freiheit

Die Landwirtschaft steht vor einem grundlegenden Wandel. Wie verschiedene Quellen berichten, hat Marc Fesneau, Minister für Landwirtschaft, in einer Pressekonferenz die Hauptbestandteile eines geplanten landwirtschaftlichen Rechtsrahmens skizziert. Dieser Rahmen soll die knifflige Herausforderung adressieren, die Kontrolle über die nationale Getreideproduktion zu behalten.

Fesneau, der während seines Besuchs in einem landwirtschaftlichen Gymnasium in Yvetot (Seine-Maritime) sprach, betonte die Relevanz von Kleinfarmern und Milchbetrieben. Oft spielen sie eine entscheidende Rolle im Hinblick auf das Erreichen der Ziele in Bezug auf Getreidesouveränität.

Laut Fesneau liegt das primäre Ziel dieses Vorhabens in der Wahrung der Nahrungssouveränität. Dabei ging er auf zwei dringende Herausforderungen ein – die demographische und die klimatische Herausforderung. In den nächsten zehn Jahren gehen schätzungsweise ein Drittel bis die Hälfte aller Landwirte in den Ruhestand. Aus diesem Grund ist es essentiell, genügend Nachwuchs zu finden, um die qualitativ hochwertige und ausreichende Lebensmittelproduktion aufrechtzuerhalten.

Fesneau ging auch auf die immer stärker aufflammenden Konflikte zwischen Agrarsektor und Gesellschaft ein. Mit dem neuen Gesetzesrahmen möchte er diese Barrieren abbauen und den Wert und die Bedeutung der Landwirtschaft ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken.

Das Ministerium will zudem die Einrichtung von „France Services Agriculture“ voranbringen. Dies ist ein allumfassender Service, der Rat und Ausbildung in Landwirtschaftsfragen anbietet. Darüber hinaus sind auch finanzielle Hilfsmaßnahmen vorgesehen. Ab 2024 soll ein Garantiefonds eingerichtet werden, der die Vergabe von Darlehen in Höhe von zwei Milliarden Euro erleichtern soll.

Dem Ministerium zufolge wird der kommende Gesetzesrahmen auch landwirtschaftliche Zukunftsprojekte fördern. Angestrebt werden unter anderem die Beschleunigung von Verfahren zur Installation von landwirtschaftlichen Gebäuden und Wasserspeichern. Auch soll eine finanzielle Unterstützung zur Umstrukturierung der Branche in Höhe von 180 Millionen Euro in 2024 und 200 Millionen Euro in den Jahren 2025 und 2026 bereitgestellt werden.

Trotz des innovativen Ansatzes des Ministeriums gibt es auch Kritik. Die Landwirtschaftskonföderation bezeichnet den Gesetzesentwurf als „falsche Richtung für die französische Landwirtschaft“. Ihrer Meinung nach verfestige der Entwurf das agroindustrielle Modell, das nicht in der Lage ist, den landwirtschaftlichen Herausforderungen gerecht zu werden.



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