Umweltstandards dürfen laut NGOs nicht infrage gestellt werden Umweltstandards dürfen laut NGOs nicht infrage gestellt werden

Umweltstandards dürfen laut NGOs nicht infrage gestellt werden


Die Verzweiflung und der Protest der Landwirte zeigt das Fehlen staatlicher Unterstützung und ein Wirtschaftssystem, das sie mit aller Härte trifft“, sagt das Klima-Aktionsnetzwerk in einer Stellungnahme. Dabei betont das Klima-Aktionsnetzwerk, dass trotz der vereinfachten Argumente einiger Beteiligter, welche sich gegen Umweltmaßnahmen richten, eine gerechte agroökologische Wende der einzig gangbare Weg zur Erhaltung unserer Landwirtschaft ist.

Dabei ist es eher die Einkommenskrise in der Landwirtschaft und das Verlangen nach Anerkennung und Schutz seitens des Staates, die zum Unmut führen, so die Koalition. Als Ursachen der Krise nennt das Klima-Aktionsnetzwerk den mangelnden Respekt des Egalim-Gesetzes in den Handelsverhandlungen mit Industrie und Einzelhandel, die Industrialisierung einiger Sektoren und ihre Anfälligkeit gegenüber volatilen internationalen Märkten oder den fehlenden Gleichstand mit Importen aufgrund fehlender Spiegelmaßnahmen, insbesondere durch Freihandelsabkommen wie das Abkommen mit dem Mercosur oder Neuseeland.

„Es wäre tragisch, die öffentlichen Umwelt- und Klimapolitiken abzulehnen, gerade jetzt, wo sie mehr denn je benötigt werden“, fuhr die NGO fort und wies darauf hin, dass die Auswirkungen des Klimawandels (Dürre, Hochwasser) „leider schon hier sind“, „die Landwirte voll und ganz treffen“, „an vorderster Front stehen“ und „sich verschlimmern werden“.

„Deshalb fordern wir die Regierung auf, eine klare Richtung vorzugeben und die Landwirte massiv in ihrer Anpassung an die agroökologische Wende zu unterstützen, insbesondere durch eine bessere Lenkung der landwirtschaftlichen Beihilfen“, schloss die Stellungnahme.

„Das WWF versteht und unterstützt viele der formulierten Forderungen, angefangen bei der fairen Entlohnung der Landwirte, sowohl in Handelsverhandlungen als auch in der Unterstützung durch den Staat und die Europäische Union“, sagte Jean Burkhard, Direktor für Advocacy beim WWF, in einer separaten Stellungnahme. „Eine sparsame Landwirtschaft, die Wasser und Pestizide einspart, ist die entscheidende Voraussetzung für ihre Nachhaltigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und sogar für ihr Überleben“, sagte er am Donnerstag. „Es wäre absurd zu glauben, dass die Agrikultur durch die Erschöpfung der Natur, auf der sie basiert, wiederbelebt werden könnte. Vielmehr muss die Ökologie durch klare, unterstützte und finanzierte Maßnahmen der Motor einer neuen ländlichen Prosperität werden“.



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