Steigerung der erneuerbaren Gasproduktion in Frankreich für 2023 Steigerung der erneuerbaren Gasproduktion in Frankreich für 2023

Steigerung der erneuerbaren Gasproduktion in Frankreich für 2023


Die Menge an Gas aus der Vergärung von Bioabfällen, die im letzten Jahr in das Netz eingespeist wurde, erreichte einen beachtlichen Wert von 9,1 TWh. Damit ist ein Anstieg von 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr mit 7 TWh festzustellen. Diese Daten wurden in der neunten Übersicht über erneuerbare Gase von dem Syndicat des énergies renouvelables (SER), Gaz und Territoires, GRDF, GRTgaz und Teréga präsentiert.

Diese Methode, die zu Beginn des Jahrtausends eingeführt wurde, etabliert sich nachhaltig im französischen Energiemix. Die Akteure in dieser Branche haben sich ein Ziel von 60 TWh bis 2030 gesetzt. Wird Biogas hinzugerechnet, das Strom erzeugt und direkte Wärme produziert, so erhöht sich der Wert sogar auf 70 TWh.

Im Jahr 2023 wurden 139 Anlagen angeschlossen, sodass die Gesamtzahl nun bei 652 liegt. Die jährliche Gesamtproduktionskapazität liegt bei beachtlichen 11,8 TWh. Im Vergleich dazu betrug der Gesamtgasverbrauch in Frankreich im letzten Jahr 381 TWh.

Laut Laurence Poirier-Dietz, der Geschäftsführerin von GRDF, ist eine Verfünffachung dieses Werts absolut erreichbar, vorausgesetzt es besteht politischer Wille dazu. Es zeichne sich ab, dass nicht nur landwirtschaftliche Vergärungsanlagen, sondern auch solche, die mit Abwasserbehandlungsanlagen, unbedenklichen Abfallstoffen und Lebensmittelabfällen in Zusammenhang stehen, zunehmend an Popularität gewinnen.

Allerdings hat der Biomethansektor seit 2020 unter prekären Bedingungen gelitten. Eine Senkung der Kaufpreise hat viele Projekte, denen die steigenden Kosten für Materialien und Strom gegenüberstanden, unrentabel gemacht.

Während sich die Branche von diesem Rückschlag erholt, kam es zu einer Tarifkorrektur im Jahr 2023 für kleinere Projekte mit einer Leistung unter 25GWh pro Jahr. Doch trotz dieser Maßnahme wird immer noch darauf hingewiesen, dass es an Klarheit in Bezug auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für größere Anlagen fehlt.

Um Projekte mit einer Leistung von über 25 GWh pro Jahr zu unterstützen, wird ein Erlass erwartet, der die Verpflichtung für Gasversorger festlegt, ein „grünes Angebot“ für den Wohn- und Dienstleistungssektor bereitzustellen. Die Umsetzung dieses Angebots soll durch die Ausstellung von „Zertifikaten für die Produktion von Biogas“ bestätigt werden.

Weitere Ziele für das Jahr 2030 beinhalten die Förderung von Produktionsmethoden, die bisher nur langsam Fahrt aufgenommen haben, wie die Pyrovergasung und die hydrothermale Vergasung.

Die Akteure der Branche betonen, dass nur ein stabiler und vorhersehbarer Rahmen mit ausreichender Unterstützung die dynamische Entwicklung von Projekten ermöglichen wird. Eine energische politische Haltung, die hohe Ziele für 2030 bekräftigt, wird gefordert.

Jules Nyssen, Präsident des SER, stellte fest, dass es heute weder ein Gesetz zur Programmierung noch sonstige Vereinbarungen im Hinblick auf die bevorstehende Energiewende des Landes gibt. Marktsignale allein reichen nicht aus, um diese Veränderung voranzubringen.

Die Energie-Roadmap von Frankreich, die Gegenstand einer parlamentarischen Debatte sein sollte, lässt noch auf sich warten. Die Regierung hat angekündigt, dass sie durch ein Dekret umgesetzt werden soll.



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