Regeln für die Straßenfahrt mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen Regeln für die Straßenfahrt mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen

Regeln für die Straßenfahrt mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen


Häufig ist die Versuchung groß, den Anhänger etwas mehr zu befüllen, vor allem da die Größe und Kapazität von landwirtschaftlichen Fahrzeugen kontinuierlich zunimmt. Aber Landwirte müssen besondere Vorsicht walten lassen, um keine Verstöße im Zusammenhang mit Überladung zu begehen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, die Nutzlast des Gespanns zu berechnen, bevor man sich auf den Weg macht.

Der zulässige Gesamtrolgewicht (zGR) ist ein Limit, das unter keinen Umständen überschritten werden darf! Im Fahrzeugschein und meistens auch auf Traktoren über 150 PS ist dieses Gewicht angegeben und liegt zumeist zwischen 30 und 40 Tonnen.

Nutzlast = zGzF (zulässiges Gesamtgewicht im Fahrbetrieb) – Leergewicht

Das zGzF entspricht dem Leergewicht des Traktors (LG) + maximale Nutzlast. Beim Anhänger ist die Regel einfach. Das Gewichtslimit hängt von der Anzahl der Achsen ab:
– 1 Achse = 16 t
– 2 Achsen = 29 t
– 3 oder mehr Achsen = 32 t

Je nach Anzahl der Achsen des Kombis sieht die Straßenverkehrsordnung ein maximales zulässiges Gesamtgewicht von 38 t für eine Anordnung von 3 oder 4 Achsen vor (Traktor + Anhänger 1 bis 2 Achsen) und von 40 t für 5 oder mehr Achsen. Der Landwirt muss daher den kleineren der beiden Werte auswählen, von dem das Leergewicht des Traktors abgezogen wird. So bleibt man sicher in Übereinstimmung mit dem Gesetz und vermeidet Überladung!

Seit dem 1. Januar 2013 hat die Straßenverkehrsordnung das maximale Gewicht von Straßenfahrzeugkombinationen (zGR) auf 44 Tonnen auf dem ganzen französischen Territorium vereinheitlicht, wenn das Fahrzeug mehr als 4 Achsen hat.

Im Falle einer Kontrolle prüft die Polizei, ob das zGzF des Anhängers zusammen mit dem Gewicht des Traktors, nicht das zGR, welches im Fahrzeugschein angegeben ist, oder das von der Straßenverkehrsordnung erlaubte maximale Gewicht überschreitet.

Der Bauer muss auch die Last auf dem Anhängerkupplung des Traktors beachten. Diese war auf 3 t begrenzt, aber seit 2014 können die K80-Kupplungen eine Last von 4 t tragen (vorausgesetzt, beide Ausrüstungen sind entsprechend zugelassen).

Überlastung ist verboten

Das Gewicht des Anhängers darf das Fünfeinhalbfache des Traktorgewichts nicht überschreiten, wenn die Bremsen unterstützt werden (viereinhalbfache bei nicht unterstützten Bremsen). Dies vermeidet das Umkippen!

Die Regeln sind klar: Überladung ist verboten! Bei einer Kontrolle variiert das Risiko je nach Verstoß:
– Überladung an der Achse: 4. Klasse Ordnungswidrigkeit pro 300 kg, unabhängig vom zGzF. (Beispiel: tatsächliches festgestelltes Gewicht = 13,6 t, 2 Strafen von jeweils 135 €)
– Überladung < 20 %: Ordnungswidrigkeit der 4. Klasse, Geldstrafe von 135 € (maximal 750 €). - Überladung > 20 % oder Wiederholungstat: Ordnungswidrigkeit der 5. Klasse, maximale Geldstrafe von 1.500 €, Einbehaltung des Kfz-Kennzeichens bis zur Entlastung und Vorladung zum Gericht.

Das Fahrzeug kann bereits ab einer Überladung von 5 % stillgelegt und bis zur Beseitigung der Übertretung festgehalten werden. Das Gesetz verlangt nicht die Anwesenheit des Typenschilds auf Landmaschinen. Darüber hinaus besteht das größte Risiko im Falle eines Unfalls (auch bei einem nicht verschuldeten Unfall). Ihre Versicherung kann sich zurückziehen und den Schaden nicht abdecken, wenn das Fahrzeug überladen ist. Die an Ihrem Fahrzeug entstandenen Schäden und die von Ihnen verursachten Schäden sind dann Ihre Verantwortung! Man kann sagen, dass die Rechnung (sehr) hoch ausfallen kann.

Auf dem Weg zum Fahren und bei der Vorbereitung dafür, müssen die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, um die Verankerung, die Verteilung der Ladung und ihr Gewicht zu überprüfen. Die Einhaltung dieser Regeln erfordert gesunden Menschenverstand und trägt zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer bei. Bei einem Unfall sind 2 Jahre Gefängnis und 30.000 Euro Geldstrafe für keine schweren Verletzungen und 5 Jahre Gefängnis und 75.000 Euro Geldstrafe für Totschlag. In einigen Fällen kann auch die absichtliche Gefährdung des Lebens anderer Menschen strafrechtlich verfolgt werden.



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