Reaktion der Ländlichen Koordination auf Treffen mit Gabriel Attal Reaktion der Ländlichen Koordination auf Treffen mit Gabriel Attal

Reaktion der Ländlichen Koordination auf Treffen mit Gabriel Attal


Die Landwirtschaft in der Krise: Forderungen nach finanzieller Entlastung und weniger Umweltauflagen

Die französischen Landwirte fühlen sich von der aktuellen Regierungspolitik finanziell und ökologisch überbeansprucht. Dies machte Véronique Le Floc’h, Präsidentin des Koordinationsverbandes der ländlichen Gebiete, im Gespräch mit dem Ministerpräsidenten deutlich. Besonders belastend seien die finanziellen Belastungen und die Umweltschutzauflagen.

Die Landwirte verlangen eine Rücknahme der Steuererhöhungen auf Agrardiesel und eine Abschaffung der Erbschaftssteuer insbesondere für bäuerliche Betriebe. Außerdem wäre ein Moratorium für ein Jahr bei Kontrollsanktionen und eine Aussetzung der Kreditrückzahlungen für Landwirte sehr erstrebenswert, so Christian Convers, Generalsekretär des Verbandes.

Trotz eines positiven Austauschs mit dem Ministerpräsidenten, bleibt die Lage angespannt. Den Landwirten reicht es nicht mehr, lediglich freundlich empfangen zu werden. Sie erwarten praktische Lösungen und klare Entscheidungen. Dieses Gefühl des Unbehagens spiegelt die aktuelle Notlage der französischen Landwirtschaft wider.

Auch innerhalb der Verbände herrscht Uneinigkeit. Veronique Le Floc’h hatte kürzlich für Aufsehen gesorgt, als sie den Nationalen Front als Vorbild für ihr Gremium bezeichnete. Convers hingegen betonte, dass der Verband nicht an eine politische Partei gebunden sei.

Der Sprecherin des Bauernverbandes, Laurence Marandola, zufolge ist die Situation in der Landwirtschaft äußerst kritisch. „Es reicht nicht, den Landwirten lediglich Respekt zu zollen. Was sie benötigen sind konkrete Handlungen, die zu einer gerechten Entlohnung führen.“

Zwei Kernforderungen hat der Verband vorgelegt: Die Einstellung der Freihandelsabkommen Verhandlungen und eine Überprüfung der Produktkaufpreise. Gerade Letzteres ist für die Landwirte essenziell, da diese häufig unterhalb des gesetzlichen Mindestlohnes verdienen.

Es bleibt abzuwarten, wie die französische Regierung auf die Forderungen reagieren wird. Sollten keine umfassenden Maßnahmen eingeleitet werden, droht ein längerer Konflikt zwischen der französischen Landwirtschaft und der Regierung.



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