Präsentation der Pflanzenschutzmittel-Reduzierungsstrategie am 6. Mai Präsentation der Pflanzenschutzmittel-Reduzierungsstrategie am 6. Mai

Präsentation der Pflanzenschutzmittel-Reduzierungsstrategie am 6. Mai


Angesichts der zunehmenden Proteste und Straßenblockaden hat die Regierung am 1. Februar eine vorübergehende Unterbrechung der Arbeiten am Ecophyto 2030 angekündigt. Das Projekt, das sich noch in der Konsultationsphase befand, wurde insbesondere von Produzenten von Großkulturen (Getreide, Ölsaaten, Zucker, Rüben) stark kritisiert.

Premierminister Gabriel Attal versprach die Einführung eines „neuen Indikators“ zur Messung der Fortschritte bei der Reduzierung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln (Herbizide, Insektizide, Fungizide). Die Regierung betonte, dass das ursprüngliche Ziel – die Halbierung des Pestizideinsatzes im Vergleich zu einem Referenzzeitraum – beibehalten wird. Dabei soll lediglich ein Indikator berücksichtigt werden, der mit den europäischen Nachbarn geteilt wird (HRI1).

Laut der Vereinigung „Zukünftige Generationen“, die am Freitag eine Erklärung veröffentlicht hat, trifft die Regierung die Entscheidung für einen irreführenden HRI1-Indikator. Dieser zeigt einen Rückgang von 32% zwischen 2011 und 2021, während der Nodu (vorheriger Ecophyto-Indikator) im gleichen Zeitraum um 3% gestiegen ist. Die Organisation prangert dies als „Taschenspielertrick“ an, um die Lage in einem besseren Licht darzustellen.

„Es geht nicht darum zu sagen … ‚Ich will zu null [Pestiziden] kommen, sondern darum, die riskantesten zu reduzieren“, erklärte der Landwirtschaftsminister am Freitag auf France Info. Dabei hob er die Reduzierung des Einsatzes von 95% der giftigsten Moleküle (CMR1) seit 2009 hervor. „Das Ziel bleibt dasselbe und ich würde gerne eine Begründung dafür bekommen, warum man von der Landwirtschaft verlangt, Moleküle zu entfernen, die kein Gesundheitsrisiko darstellen“, fügte er hinzu.

Das erste Ecophyto-Projekt, das 2008 ins Leben gerufen wurde, hatte bereits das Ziel, den Einsatz von Pestiziden innerhalb von zehn Jahren zu halbieren. Dieses Ziel wurde jedoch in den aufeinanderfolgenden Versionen des Plans immer wieder verschoben.

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