OFB erstattet Anzeige gegen CR-Landwirte OFB erstattet Anzeige gegen CR-Landwirte

OFB erstattet Anzeige gegen CR-Landwirte


Französische Landwirte haben vor der örtlichen Niederlassung des Office Français de la Biodiversité (OFB) in Pavie protestiert – der Behörde, die für den Umweltschutz zuständig ist. Laut der CR du Gers, Frankreichs zweitgrößtem landwirtschaftlichen Verband, schweißten die Demonstranten Mitternachtsam Sonntag das Eingangstor zu und hängten ein Banner auf mit der Aufschrift „Betreten verboten, Privateigentum, letzte Warnung“.

In Beantwortung auf diese Aktionen äußerte sich die OFB in einer Stellungnahme: „Wir unterstützen unsere Mitarbeiter und verurteilen diese Beschädigungen und Drohungen zutiefst. Wir haben bereits die notwendigen Schritte eingeleitet, um Anzeige bei der Staatsanwaltschaft zu erstatten.“

Es ist nicht das erste Mal, dass die OFB Ziel solcher Attacken ist. Bei landwirtschaftlichen Protesten im Februar wurde gegen mehrere ihrer Niederlassungen in ganz Frankreich vorgegangen, indem Misthaufen abgeladen oder Reifen angezündet wurden.

Laut der Coordination Rurale steht die Aktion im Gers in Zusammenhang mit in letzter Zeit unangemeldeten und bewaffneten Besuchen der OFB auf landwirtschaftlichen Betrieben. Diese Besuche stehen im Widerspruch zu dem, was am Ende der vorangegangenen großen Protestbewegung vereinbart wurde.

Die OFB hingegen hat im März eine klare Absage an Forderungen nach Entwaffnung ihrer Mitarbeiter gegeben, welche sie als „rote Linie“ bezeichnet, angesichts der „echten Risiken“ für ihr Personal, das ebenfalls gegen Wilderei und illegalen Tierhandel vorgeht.

Lionel Candelon, Präsident der CR du Gers, drohte der AFP am Dienstag mit weiteren Maßnahmen: „Diese Aktion ist zunächst symbolisch, beim nächsten Mal werden wir so vorgehen wie beim Crédit Agricole – wir steigen drüber hinweg!“

Christophe Béchu, Frankreichs Umweltminister, hat die Beschädigungen in einer auf X veröffentlichten Nachricht verurteilt. Er drückte erneut seine Unterstützung für die Mitarbeiter der OFB aus, die unermüdlich im Dienst der Natur stehen: „Jeglicher Versuch der Einschüchterung ist vergeblich und wird nicht toleriert werden“, schrieb er.

Auf diese Aussage antwortete Candelon mit einer Anzeige wegen Verleumdung: „Wir lassen es nicht zu, dass ein Minister solch falsche Anschuldigungen gegen uns verbreitet“, sagte er. Dabei versicherte er, dass bei der Aktion „keine Beschädigung, Vandalismus oder Gewalt“ vorgekommen seien.



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