Öldepot Brest: Handwerker im öffentlichen Bau setzen Blockade Öldepot Brest: Handwerker im öffentlichen Bau setzen Blockade

Öldepot Brest: Handwerker im öffentlichen Bau setzen Blockade


Die Fahrer von Baufahrzeugen widersetzen sich der Dieselsteuer. Gemäß Aussagen des Präsidenten der Nationalen Kammer der Bauarbeiter und Landschaftsgestalter (CNATP) des Finistère, Stéphane Jézéquel, soll auch für sie die Dieselsteuer ausgesetzt werden, wie es bei den Landwirten der Fall ist. Eine Dreißig-köpfige Gruppe, ausgestattet mit Baumaschinen, startete ihren Protest bereits um sieben Uhr morgens vor dem Brest Öldepot und blockierten gebietsweise dessen Hauptzugang. Zwar ließen sie einen anderen Zugang offen, was es dem Depot gestattete, trotz des Protests noch eingeschränkt zu funktionieren, jedoch gelang es keinem Lastkraftwagen hinein zu fahren.

Schon seit einigen Tagen formierte sich eine Schlange an Tanklastwagen vor dem Brest Öldepot, da das Depot in Lorient (Morbihan) von anderen Demonstranten bereits am 25. Januar blockiert worden war. CNATP-Präsident für das Morbihan, Norbert Guillou, stellt klar, dass sie erst dann weichen werden, sobald sie die gewünschte schriftliche Antwort vom Finanzministerium erhalten haben. Er berichtet, dass das Ministerium für Wirtschaft mündlich zugesichert hat, auch den Bauarbeitern die gleichen Ausnahmen von der Dieselsteuer zu gewähren, wie sie zuvor den Landwirten zugestanden wurden.

Diese mündliche Zusage liegt nun schon eine Woche zurück und die Demonstranten warten immer noch auf eine schriftliche Bestätigung, so Guillou. Unter den Protestierenden in Lorient waren deshalb auch etliche Landwirte, die ihre Solidarität zeigten.

Laut einer Meldung der Zeitung Le Télégramme hat die Blockade des Lorient Depots noch nicht zu nennenswerten Versorgungsengpässen geführt. Allerdings hat sie den Depotbetrieb enorm gebremst und führt zu einem geschätzten Tagesverlust von ca. 15 000 Euro. Ende Januar äußerte sich die Unternehmervereinigung der Bauhandwerker (Capeb) kritisch zu Plänen, dass die schrittweise Erhöhung der Dieselsteuer im Jahr 2023 ausschließlich auf Kosten der Bauunternehmen gehen soll. Gerade vor dem Hintergrund, dass es für diese Unternehmen so gut wie keine alternativen Baumaschinen gibt, die nicht mit Diesel betrieben werden.



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