Öko-Konflikt: Zwischen Bauernprotesten und grünen Zielen Öko-Konflikt: Zwischen Bauernprotesten und grünen Zielen

Öko-Konflikt: Zwischen Bauernprotesten und grünen Zielen


Inmitten landesweiter agrarischer Proteste in Frankreich, setzen sich die Grünen dafür ein, als Unterstützer der Landwirtschaft anerkannt zu werden, nicht als Feinde. Laut Marine Tondelier, der Vorsitzenden der Grünen, sind ihrer Meinung nach die Probleme der Landwirtschaft vielseitig und gehen über Fragen des Umweltschutzes hinaus. Sie plädiert dafür, dass die Einnahmen der Landwirte und die Wasserfrage bestehen bleiben, selbst wenn alle Umweltschützer aus Frankreich entfernt würden.

Die Landwirte fordern regulatorische Erleichterungen und lehnen den „Green Deal“ der EU ab, der unter anderem darauf abzielt, den Einsatz von Pestiziden zu reduzieren. Sie fordern auch niedrigere Dieselpreise für Traktoren und die vollständige Umsetzung von Gesetzen, die die Industrie und Supermärkte verpflichten, Agrarprodukte besser zu bezahlen.

Ministerpräsident Gabriel Attal kritisierte in einer Rede vor dem Parlament die „Krokodilstränen“ von Oppositionspolitikern, darunter auch Grüne und linke Abgeordnete, die die Landwirte als Räuber, Verschmutzer und Tierquäler darstellen. Tondelier konterte die Kritik und argumentierte, dass die Ziele der Grünen und der Landwirte übereinstimmen. Sie warf der Regierung vor, Sündenböcke zu suchen und betonte, dass die aktuelle Wut der Landwirte gerechtfertigt sei.

Gleichzeitig warennt Tondelier die Landwirte davor, sich bezüglich ihrer Wut und ihrer Gegner zu irren. Ihrer Ansicht nach muss eine ökologische Wende im Einklang mit der Landwirtschaft erfolgen.

Die Beziehungen zwischen den Grünen und den Landwirten sind jedoch weiterhin angespannt, insbesondere aufgrund der Unvereinbarkeit zwischen den bäuerlichen und ökologischen Positionen hinsichtlich der Umwandlung der Landwirtschaft in eine produktivere und nachhaltige Praktik. Trotz der Spannungen drängen die Grünen auf eine stärkere Umsetzung von Umweltschutzmaßnahmen und Alternativen zur Unterstützung der ökologischen Wende.



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