Neue EFSA-Einschränkungen bezüglich Acetamiprid Neue EFSA-Einschränkungen bezüglich Acetamiprid

Neue EFSA-Einschränkungen bezüglich Acetamiprid


Frankreich nimmt Stellung zur europäischen Vorgabe für Acetamiprid – eine Spannung in der Landwirtschaft

In Frankreich ist die Kontroverse um das Pestizid Acetamiprid – eine Substanz bekannt als „Bienenkiller“- noch nicht vorbei. Nachdem die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) kürzlich strengere Grenzwerte für diese Chemikalie festgelegt hatte, hat die französische Regierung nun reagiert.

Trotz der Tatsache, dass die EFSA keine europaweite Ächtung dieser Substanz vorgeschlagen hat, wurden von ihr drastische Grenzwerte für Pestizidrückstände festgesetzt. Die französische Regierung, im Speziellen die Landwirtschaftsministerin Agnès Pannier-Runacher, zeigte sich am vergangenen Freitag aufmerksam gegenüber dieser Entscheidung.

Frankreich wartet nun auf eine eindeutige Interpretation dieser Empfehlung von der europäischen Kommission. Erst dann will das Land seine Haltung dazu festlegen. Besondere Aufmerksamkeit wird dem empfohlenen Gebrauch von Acetamiprid und der daraus folgenden Unklarheiten geschenkt.

Die EFSA hat am 15. Mai empfohlen, die maximale Menge an Acetamiprid, die eine Person täglich ohne signifikantes Gesundheitsrisiko zu sich nehmen kann, zu senken. Dies betrifft 38 Anbaukulturen, darunter die Zuckerrübe. Die Behörde hat zudem darauf hingewiesen, dass aufgrund unklarer wissenschaftlicher Dokumentation weitere Daten benötigt werden, um eine angemessene Gefahren- und Risikobewertung zu ermöglichen.

In Frankreich ist der Einsatz von Acetamiprid, einem Mitglied der Familie der Neonikotinoide, seit einem Gesetzesentwurf von 2016 verboten. Allerdings wird dieses Insektizid in anderen europäischen Ländern – einschließlich Deutschlands, einem Mitbewerber Frankreichs in der Zuckerproduktion – immer noch zur Blattbehandlung eingesetzt.

Französische Pflanzer argumentieren, dass Acetamiprid das einzig wirksame Mittel gegen die grüne Blattlaus ist, die Überträgerin der Rübenvergilbung, eine Krankheit, die 2020 in den Rübenfeldern erhebliche Schäden verursacht hat. Sie fordern eine Neuzulassung des Pflanzenschutzmittels, um im Hinblick auf ihre deutschen Kollegen einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten.

Dies ist eine herausfordernde Zeit für die französische Landwirtschaft und nur die Zeit wird zeigen, wie die Regierung und die Landwirte darauf reagieren werden.



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