Landwirtschaftliche Herausforderungen für zukünftige EU-Parlamentarier Landwirtschaftliche Herausforderungen für zukünftige EU-Parlamentarier

Landwirtschaftliche Herausforderungen für zukünftige EU-Parlamentarier


Landwirtschaft in Europa: Zukunftsvisionen und Herausforderungen

Die meisten landwirtschaftlichen Themen in Europa werden durch die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) abgedeckt. Die Reform der GAP ist eines der wichtigsten Vorhaben der neuen Legislaturperiode, vor allem wegen der verschiedenen Krisen, die Auswirkungen auf das landwirtschaftliche Programm hatten (Covid, Krieg in der Ukraine, Inflation, allgemeine landwirtschaftliche Wut).

Der Arbeitszeitplan der Generaldirektion Landwirtschaft (DG Agri) sieht vor, dass ein Vorschlag zur GAP nach 2027 bis Mitte 2025 von der neuen Kommission vorgelegt wird. Parallel dazu initiierte Ursula von der Leyen, derzeitige Präsidentin der Kommission, Anfang 2024 einen „strategischen Dialog über die Zukunft der Landwirtschaft“, zu den Themen landwirtschaftliches Einkommen, Nachhaltigkeit und Innovation. Die Ergebnisse dieses Dialogs werden im September erwartet und könnten als Grundlage für die Ausarbeitung der zukünftigen GAP dienen.

Einkommen und Standards

Infolge großer Demonstrationen in Europa bleibt die Frage der Standards und Vorschriften in den Augen einiger politischer Gruppen, insbesondere der EVP (Europäische Volkspartei). Ihr Programm konzentriert sich auf Dialog statt Top-Down-Ansätze und schlägt mehr Anreize und weniger Regulierung für den Sektor vor.

Die Erneuerungsbewegung plädiert ebenfalls für eine Verringerung der Verwaltungslasten, eine Erhöhung der staatlichen Hilfen und eine Senkung der Steuern auf Biokraftstoffe. Außerdem wird die Frage des Einkommens angegangen, mit dem Ziel, den Produzenten innerhalb des Sektors einen höheren Wertanteil zu gewähren.

Ökologische Transition

Die ökologische Transition in der Landwirtschaft, wie sie im Green Deal der aktuellen Kommission vorgesehen ist, wird voraussichtlich erneut Diskussionen über die Reduzierung des Einsatzes von Pestiziden und synthetischen Düngemitteln sowie die Förderung der ökologischen Landwirtschaft auslösen. Weitere wichtige Themen sind die Vergütung für nachhaltige Praktiken und Umweltleistungen und die Bedingungen dafür.

Freihandelsabkommen

Über alle politischen Lager hinweg besteht weitgehend Einigkeit über Freihandelsabkommen: Spiegelklauseln, die Überarbeitung bestehender Handelsabkommen oder ein besserer Schutz der europäischen Landwirtschaft vor unlauterem Wettbewerb werden von allen Parteien hervorgehoben.

Die nächste Kommission wird auch zwei ausstehende landwirtschaftliche Angelegenheiten erben: die Regelung für neue genomische Techniken (NGT) und die Überarbeitung der EU-Regeln für den Tiertransport.



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