Gesetzesvorschlag zum Schutz landwirtschaftlicher Saisonarbeiter Gesetzesvorschlag zum Schutz landwirtschaftlicher Saisonarbeiter

Gesetzesvorschlag zum Schutz landwirtschaftlicher Saisonarbeiter


Die „unsichtbaren Helden“ der Landwirtschaft: Saisonarbeiter

Millionen von Menschen arbeiten jedes Jahr in der Landwirtschaft, ohne dabei große Anerkennung zu erhalten. Sie sind die stillen Helden, die für den frischen Salat auf unseren Tellern sorgen und die Körbe mit Obst und Gemüse in unseren Supermärkten füllen. Unter ihnen befinden sich viele Saisonarbeiter, die einen entscheidenden Beitrag zur Lebensmittelproduktion leisten, jedoch oft unter prekären Bedingungen arbeiten.

Einschätzung der aktuellen Arbeitssituation von Saisonarbeitern

„Saisonarbeiter gehören zu den 1,2 Millionen unsichtbaren Agrararbeitern unserer modernen Zeit, die kaum Beachtung finden“, urteilt der Vorsitzende der kommunistischen Fraktion, André Chassaigne, während einer Pressekonferenz.

Chassaigne hat zusammen mit der nationalen Nahrungs-, Agrar- und Forstgewerkschaft CGT einen Gesetzesentwurf vorgeschlagen, der unter anderem die Einführung einer Abfindung für Saisonarbeiter vorsieht, vergleichbar mit den Abfindungen bei anderen befristeten Verträgen. Zudem wird eine branchenspezifische Betriebszugehörigkeitsprämie gefordert.

Als Ergänzung zu diesen Vorschlägen besteht ein weiterer Artikel darauf, dass Arbeitgeber verpflichtet sind, individuelle Schutzausrüstung für die zu erledigenden Aufgaben bereitzustellen.

Chassaigne hofft darauf, seinen Entwurf als Änderungen in das Gesetz zur Landwirtschaft aufzunehmen. Dies wurde kürzlich aufgrund der aktuellen Krise mit den Landwirten von der Regierung um einige Wochen verschoben.

Auch die Praxis der Saisonarbeit in den französischen Übersee-Gebieten erhält im Gesetzesentwurf besondere Aufmerksamkeit. Ein Team um Marcellin Nadeau, Abgeordneter aus Martinique und Mitunterzeichner des Entwurfs, berichtet von extremen Arbeitsbedingungen. Zuckerrohrschneider werden „nach Gewicht“ bezahlt, ohne feste Arbeitszeiten oder schriftliche Verträge. Ein Drittel der Saisonarbeiter kommt aus dem Ausland, wie zum Beispiel aus Haiti, St. Lucia oder der Dominikanischen Republik.

Unter diesen Umständen hoffen Chassaigne und Nadeau auf eine verbesserte Regulierung der Landwirtschaft, um den „unsichtbaren Helden“ mehr Sicherheit und Anerkennung zu bieten. Es bleibt abzuwarten, ob der Staat deren Forderungen nachkommt und künftig bessere Arbeitsbedingungen für Saisonarbeiter bietet.



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