FNSEA und JA fordern die Aufhebung von Blockaden FNSEA und JA fordern die Aufhebung von Blockaden

FNSEA und JA fordern die Aufhebung von Blockaden


„Landwirtschaftliche Proteste pausieren zur Einleitung neuer Mobilisierungsformen“.

Die landwirtschaftlichen Akteure in Frankreich haben beschlossen, die derzeitigen Protestaktionen, die in Folge der jüngsten politischen Maßnahmen in Gang gesetzt wurden, vorerst auszusetzen. Dieser Schritt ist ein Zeichen des Dialogs und der Versöhnung mit den politischen Behörden, wurde jedoch von Arnaud Gaillot, Präsident der jungen Landwirte, als Übergang zu einer neuen Form der Mobilisierung beschrieben.

Die Jugendlichen Landwirte kündigten ihre Entscheidung an, nachdem der französische Premierminister Gabriel Attal verschiedene neue Maßnahmen zur Unterstützung der Landwirtschaft vorgestellt hatte. Die Maßnahmen beinhalten unter anderem ein Notprogramm, die Abschaffung der Steuer auf Dieselkraftstoff für Landwirtschaftsfahrzeuge und steuerliche Vergünstigungen für Rinderhalter und junge Landwirte.

Die Ankündigung von Attal wurde weitgehend begrüßt, insbesondere die Initiativen zur Vereinfachung der landwirtschaftlichen Betriebsübergabe sowie verbesserte Finanzierungsmöglichkeiten für junge Landwirte. Auch die Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Kontrolle der Herkunft von Produkten wurden positiv bewertet.

„Der Protest hört nicht auf, er verändert nur seine Form“

Trotz der positiven Aufnahme bleiben die landwirtschaftlichen Gewerkschaften wachsam hinsichtlich der praktischen Umsetzung der angekündigten Maßnahmen. Sie weisen darauf hin, dass der Protest, der im Oktober begonnen hat, sich nur verändert, nicht aber aufhört.

Für Maßnahmen mit längerfristigem Charakter wie die europäischen Initiativen und den landwirtschaftlichen Zukunftspakt fordern sie konkrete Aktionen und gesetzgeberische Beschlüsse bis Juni. Sie drohen sogar mit einer Wiederaufnahme der vollen Mobilisierung der Proteste, sollten bis dahin keine konkreten Ergebnisse erzielt werden.

„Wir benötigen konkrete Taten“, betonte der Präsident der Landwirtevereinigung FNSEA und fordert bis zur Eröffnung des Landwirtschaftssalons Ende Februar greifbare Ergebnisse. Solche Resultate würden ein starkes Zeichen für die angestrebten Veränderungen in der Agrarpolitik setzen, so Gaillot weiter.

Die nächsten Monate werden also entscheidend sein für die Beziehung zwischen den Landwirten und den politischen Behörden. Aber eines ist sicher: die Landwirte sind bereit, ihren Kampf fortzusetzen, wenn die Versprechen nicht in konkrete Taten umgesetzt werden.



Quelle

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert