FNPPR strebt Aufwertung von Landbesitz und Vermietung an FNPPR strebt Aufwertung von Landbesitz und Vermietung an

FNPPR strebt Aufwertung von Landbesitz und Vermietung an


Die FNPPR warnt vor der bevorstehenden Krise der landwirtschaftlichen Bodentransfer

Nach mehr als 15 Jahren Abwesenheit versammelte die Nationalföderation des privaten ländlichen Eigentums (FNPPR) am 14. Mai in Paris über 450 landwirtschaftliche Vermieter. Sie hat die Gelegenheit genutzt, um auf die bevorstehende Krise der landwirtschaftlichen Bodenübertragung aufmerksam zu machen und den Gesetzentwurf zur landwirtschaftlichen Ausrichtung (PLOAA) zu kritisieren, der diese nicht berücksichtigt. „Ein landwirtschaftlicher Ausrichtungsgesetzentwurf ohne Bodenkomponente ist ein Fehler”, bemängelt der Abgeordnete Jean Terlier.

Weiterhin führt der bevorstehende Ruhestand von 150.000 Landwirten innerhalb der nächsten zehn Jahre dazu, dass 10 Millionen Hektar Land den Besitzer wechseln werden. „Wir müssen den Eigentümern wieder den Wunsch geben, ihre Ländereien zu behalten und zu übertragen. Wenn nichts unternommen wird, bedeutet dies den Verkauf an ausländische Investoren und die Landflucht“, warnt Bruno Keller, Präsident der FNPPR.

Reform des Pachtrechts

Die FNPPR möchte die Haltung und Vermietung landwirtschaftlichen Landes attraktiver machen, um die Ausbeutung durch ausländische Interessen zu verringern. Sie fordert eine Reform des Pachtrechts, welche jedoch vom Landwirtschaftsministerium abgelehnt wird. Ihr Anwalt für Agrarrecht, Caroline Varlet-Angove, merkte an, dass die Reform des Pachtrechts, das aus der Nachkriegszeit stammt, eines der Hindernisse bei der Übertragung von Ackerland war.

Steuerbelastung reduzieren

Sie wies auch darauf hin, dass rigide Regulierungen, die Eigentümer und Pächter eng miteinander verknüpfen, sowie die hohe Grundsteuer dazu führen, dass einige Eigentümer ihr Ackerland eher für die Urbanisierung freigeben, als es in Besitz zu behalten. „Die Pachtzahlung entspricht nur der Hälfte dessen, was sie aufgrund von Regulierungsgründen sein sollte, wird aber stark besteuert”, klagt Guillaume Sainteny, Mitglied der französischen Landwirtschaftsakademie.

Für den Umweltschutz wurden unter anderem die Entwicklung der Agrophotovoltaik, die Nutzung von Kohlenstoffkrediten für Aufforstungsmaßnahmen und die Erhaltung bestimmter landwirtschaftlicher Flächen sowie Aufforstungsprogramme und der Wildtier-Label Natura 2000 vorgeschlagen.

Zusammenfassend fordert die FNPPR eine echte Bodenpolitik. Der derzeit vom Parlament geprüfte landwirtschaftliche Gesetzesentwurf sowie der 400 Millionen Euro schwere Landakquisitionsfonds „Life Entrepreneurs“, der für 2024 angekündigt wurde, werden als unzureichend angesehen. Dennoch ist die FNPPR zuversichtlich, dass private Investitionen notwendig sind, um die genannten Herausforderungen zu meistern.



Quelle

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert