Dritter Protesttag der spanischen Landwirte Dritter Protesttag der spanischen Landwirte

Dritter Protesttag der spanischen Landwirte


Landwirte aus ganz Spanien protestieren auf den Straßen

In ganz Spanien haben Landwirte erneut zentrale Straßen und Autobahnen mit ihren Traktoren blockiert. Ihre Proteste richteten sich vor allem im Zentrum Spaniens auf Regionen wie Kastilien-Leon, Kastilien-La Mancha, die Region Valencia und Asturien.

Die Protestaktionen wurden organisiert von Spaniens Hauptlandwirtschaftsverbänden, ASAJA (Junge Bauern Agrarvereinigung), UPA (Union der Kleinstbauern) und COAG (Koordinierung von bäuerlichen Organisationen). Diese Parteien nannten die wachsende Unzufriedenheit und das allgemeine Misstrauen in der Landwirtschaft, die als unsicher wahrgenommen wird. Darüber hinaus wurde die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) als unzumutbar bürokratisch empfunden.

„Wenn die Traktoren protestieren, ist es, weil sich der ländliche Sektor erstickt fühlt“, erklärte ASAJA in den Sozialen Medien. Ein UPA-Vertreter, Cristobal Cano, betonte in einem Interview mit dem staatlichen Fernsehsender RTVE, dass eine kritische Grenze überschritten wurde und forderte die Regierung auf, Entscheidungsmaßnahmen zu treffen.

Die Protesthöhepunkte konzentrierten sich hauptsächlich in den Städten Salamanca, Ciudad Real und Avila. In Barcelona, wo etwa tausend Traktoren am Mittwoch zusammenströmten und erhebliche Staus verursachten, zogen die letzten Demonstranten am Donnerstagmorgen ab.

Trotz des allgemeinen Abklingens der landwirtschaftlichen Protestbewegungen in den meisten anderen europäischen Ländern, führte die Stimmung in Spanien zu sporadischen Kollisionen zwischen Demonstranten und der Polizei, die Interventionen zur Aufhebung von Straßensperren durchführte. Laut Innenministerium wurden mehrere Demonstranten am Donnerstag festgenommen, was die Gesamtzahl der seit Beginn der Bewegung Verhafteten auf 19 erhöht. Ein Zivilgardist wurde bei den Auseinandersetzungen leicht verletzt.

Die große Einzelhandelsvereinigung Anged rief die Behörden auf, Maßnahmen zu ergreifen, um die „freie Bewegung von Waren und Personen“ zu gewährleisten und warnte vor den wirtschaftlichen Folgen der Demonstrationen. Spanien, oft „Gemüsegarten Europas“ genannt, ist der größte europäische Exporteur von Obst und Gemüse. Dennoch befinden sich viele Betriebe in Schwierigkeiten, hauptsächlich aufgrund der in Spanien seit drei Jahren andauernden Dürre.

Luis Planas, der spanische Landwirtschaftsminister, gab am Mittwochabend in einem Pressegespräch zu, dass die Situation „komplex“ sei, betonte jedoch, dass er sich in einer Logik des „Dialogs“ mit den Demonstranten befinde. Er streckte den Protestierenden die Hand aus, in der Hoffnung auf baldige Lösungen für ihre Anliegen.



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