Die AGPB gegen den Nodu: Ein Indikator zur Messung des Phyto-Verbrauchs Die AGPB gegen den Nodu: Ein Indikator zur Messung des Phyto-Verbrauchs

Die AGPB gegen den Nodu: Ein Indikator zur Messung des Phyto-Verbrauchs


Die Allgemeine Vereinigung der Weizen- und Getreideproduzenten (AGPB) in Frankreich ist mit der Methode, mit der das Land den Pestizideinsatz misst, nicht einverstanden. Insbesondere lehnt die AGPB den vom französischen Staat gewählten Indikator, den sogenannten „Nodu“ (Anzahl der Einheitsdosen) ab. Dieser nimmt sowohl die verkauften Mengen von Pestiziden als auch die behandelten Flächen in maximal zugelassenen Dosen in Betracht. Frankreichs Nodu-Wert ist von 82 im Jahr 2009 auf 120,3 im Jahr 2018 gestiegen und dann im Jahr 2021 auf 85,7 gesunken. Gemäß des neuen staatlichen Ziels sollte dieser Wert bis 2030 auf etwa 50 reduziert werden.

Eric Thirouin, ein Sprecher der AGPB, äußerte seine Kritik während einer Pressekonferenz: „Wenn man ein wirksames, aber als schädlich erachtetes Produkt durch ein weniger wirksames ersetzt, muss man dieses häufiger auf den Feldern anwenden. Die Berechnung der verwendeten Dosen verfälscht das Ergebnis, insbesondere da dieser Indikator nicht mit denen anderer europäischer Länder übereinstimmt.“

Thirouin fügte hinzu, dass der Nodu-Wert die tatsächliche Verringerung der in Frankreich verwendeten aktiven Substanzen nicht widerspiegelt. „In den letzten 20 Jahren haben wir den Einsatz von Wirkstoffen in Frankreich um 46% reduziert. Der Nodu-Wert spiegelt diese Reduzierung in keiner Weise wider. Die Verwendung dieses Indikators führt zu einer klar erkennbaren Verzerrung im Vergleich zu unseren Nachbarländern. Es ist eine Falle, die von NGOs erstellt, von Politikern akzeptiert und uns in eine Sackgasse führt.“

Im Widerspruch dazu hat die französische Regierung eine „neue Herangehensweise“ vorgeschlagen, die auf „der Beschleunigung der Entwicklung von alternativen nicht-chemischen und chemischen Lösungen zur besseren Vorbereitung auf den möglichen Rückzug bestimmter aktiver Substanzen“ basiert, so das Ministerium für Landwirtschaft.



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