Bio-Bauern beklagen unlauteren Wettbewerb und überhöhte Gewinnmargen Bio-Bauern beklagen unlauteren Wettbewerb und überhöhte Gewinnmargen

Bio-Bauern beklagen unlauteren Wettbewerb und überhöhte Gewinnmargen


Landwirte teilen ihre Erfahrungen und Meinungen zur nachhaltigen Landwirtschaft

Es lässt sich nicht leugnen, dass die Landwirtschaft in den letzten Jahren eine erneute Sensibilisierung erfahren hat. Immer mehr Landwirte sehen die Notwendigkeit, umweltfreundliche Maßnahmen in ihre Praktiken zu integrieren. Mehrere Landwirte, die in nachhaltiger Landwirtschaft engagiert sind, teilen ihre Erfahrungen und Meinungen zur aktuell mobilisierten Agrarbranche in Frankreich und Europa.

„Bio ist nicht zu teuer, die Margen der Händler sind es“
Aurore Sournac, eine 50-jährige Bio-Gemüsebäuerin aus Eysines (Gironde), glaubt, dass das Problem weniger in den hohen Kosten für Bio-Produkte, sondern mehr in den profitgierigen Händlern liegt. Ihrer Meinung nach wird der Preis für Bio-Tomaten in Supermärkten künstlich auf bis zu 5 oder 6 Euro pro Kilogramm erhöht, während Landwirte kaum profitieren.

„Mehr Zertifizierungen bedeuten mehr Bürokratie“
Dominique Gaborieau, ein 45-jähriger Getreidebauer aus Genouillé (Vienne), merkt an, dass Zertifizierungen zwar helfen, den Betrieb nachhaltiger zu machen, aber gleichzeitig auch einen hohen bürokratischen Aufwand mit sich bringen. Er bemängelt die langwierigen Verfahren und regt fachliche Schulungen für Landwirte an, um das Bewusstsein für nachhaltige Praktiken zu fördern.

„Kleinbauern kämpfen ums Überleben“
Nach Ansicht von Virginie Morin, einer 46-jährigen Bio-Schafzüchterin in den Pyrenäen, leidet der Agrarsektor unter einer anhaltenden Dürre sowie unter politischen Maßnahmen, die kein praktisches Verständnis für die Realitäten auf dem Land haben. Sie fordert finanzielle Entlastungen und fairere Wasserverteilungsregeln, um die Überlebensfähigkeit kleiner landwirtschaftlicher Betriebe zu sichern.

„Importe destabilisieren den Markt“
Der 34-jährige Bio-Gemüsebauer Téo Boutrelle aus Aveyron betont, dass günstige Importe den heimischen Markt überschwemmen und fordert die Einführung von Importsteuern zur Verteidigung der nationalen Agrarindustrie.

„Die ökologischen Vorteile des Bioanbaus müssen anerkannt werden“
Francis Larrea, ein 51-jähriger Bio-Gemüse- und Obstanbauer aus Mendionde, argumentiert, dass die positiven Umweltauswirkungen von Bio-Praktiken anerkanannt und bewahrt werden sollten, da diese zum Schutz der Wasservorkommen und der Biodiversität beitragen.

„Diversifizierung als Überlebensstrategie“
Cyril Fournier, ein 32-jähriger Bio-Gemüsebauer aus Eysines, hat aufgrund der aktuellen Herausforderungen seine Tätigkeiten diversifiziert und investiert nun in die Imkerei und die Herstellung von Pfannkuchen und Waffeln bei kulturellen und sportlichen Veranstaltungen.

Abschließend bleibt zu sagen, dass die Landwirtschaft an einem Wendepunkt steht. Mit so vielen Herausforderungen, die unsere Umwelt und die Branche bedrohen, sind nachhaltige Praktiken mehr denn je notwendig. Dieser Beitrag soll nicht nur informieren, sondern auch zum Dialog anregen. Beteiligen Sie sich also bitte an der Diskussion in den Kommentaren oder melden Sie sich für unseren Newsletter an, um keinen Beitrag zu verpassen.



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