Bauernproteste erschüttern Griechenland Bauernproteste erschüttern Griechenland

Bauernproteste erschüttern Griechenland


Etwa 300 Traktoren und Dutzende von Imkern mit ihren LKWs kamen laut AFP-Reportern in der zweitgrößten Stadt Griechenlands, Thessaloniki, zum stillstand. Sie waren zur Hauptlandwirtschaftsmesse dieses Landes gekommen, die ab Donnerstag stattfindet. Ihre Fahrzeuge waren mit schwarz-weißen Flaggen geschmückt und hupten lautstark während sie Slogans wie: „Landwirte, sie trinken euer Blut“, „Keine Landwirte, kein Essen, keine Zukunft“ und „Wir kämpfen um unser Überleben gegen die Politiken, die uns von unserem Land vertreiben“ abriefen.

Viele der Demonstranten stammen aus der landwirtschaftlichen Ebene von Thessalien in der Mitte des Landes, welche in der letzten Zeit unter verheerenden Überschwemmungen und Waldbränden litt. Dies hat ihre Felder und Ernten zerstört.

Diamantis Diamantopoulos, der Präsident eines landwirtschaftlichen Vereins aus Serres, einer Stadt in der Nähe von Thessaloniki, erklärte gegenüber der AFP, dass die Hauptprobleme die steigenden Produktionskosten und das neue europäische Agrarpakt seien. Laut Diamantopoulos ist der EU-Haushalt für Griechenland seit 2013 um 550 Millionen Euro gekürzt worden und dieser Trend hält an.

Angesichts des ansteigenden Unmuts der Landwirte, die in den letzten Tagen bereits Straßen im ganzen Land blockiert haben, hat Premierminister Kyriakos Mitsotakis versprochen, die Auszahlung von Finanzhilfen an diejenigen zu beschleunigen, die von Naturkatastrophen betroffen sind. Nach seiner Aussage soll eine erste Notfallunterstützung von 2000 und 4000 Euro, die im letzten Jahr an Landwirte und Viehzüchter ausbezahlt wurde, nun auf 5000 und 10000 Euro erhöht werden.

Mittlerweile blockierten in Brüssel tausend Traktoren die Straßen der belgischen Hauptstadt, während in Frankreich wichtige Verkehrswege für den vierten Tag in Folge blockiert wurden. Die Organisatoren, möchten die „Verrücktheiten, die die Landwirtschaft bedrohen“ aufmerksam machen.



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