2024: Ein entscheidendes Jahr für Phyteis 2024: Ein entscheidendes Jahr für Phyteis

2024: Ein entscheidendes Jahr für Phyteis


„2024: Entscheidendes Jahr für die Neuausrichtung der Pflanzenschutzstrategie“

Yves Picquet, Präsident von Phyteis, betonte am 8. Februar, dass das Jahr 2024 ein entscheidender Wendepunkt in der Strategie zur Pflanzenschutzmittelnutzung sein sollte. Angesichts der landwirtschaftlichen Krise und der Regierungszusagen zur Überarbeitung der in der Ecophyto-Strategie verwendeten Indikatoren fordert er eine Änderung der Methode.

Im Zentrum der Argumente steht der Nodu-Indikator, der in Frankreich im Rahmen des Ecophyto-Plans eingesetzt wird. Die Kritik: Dieser Indikator basiert ausschließlich auf den verwendeten Volumina und berücksichtigt nicht die Gefährlichkeit der verwendeten Substanzen. Picquet und ein Großteil der Agrarbranche plädieren stattdessen für den Einsatz des europäischen HRI1-Indikators, der die verkauften Substanzvolumina gemäß einem Gefahrenkoeffizienten gewichtet.

„Wir unterstützen jede Initiative zur Reduzierung der Umweltauswirkungen von Pflanzenschutzmitteln zu 100%“, betont Picquet. Er nennt dabei vier Erfolgsfaktoren: Kein Verbot ohne Alternative, Berücksichtigung des unersetzlichen Zeitaufwandes in der Forschung und Entwicklung von Übergangsplänen, Förderung von Innovationen und Unterstützung der Entwicklung innovativer Alternativen, sowie Einbeziehung aller Akteure in der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette in die Diskussionen.

Er weist auch auf die positiven Aspekte von Ecophyto hin, unter anderem den Rückgang der CMR1-Substanzen, den Einsatz von Bio-Kontrolle, den Erfolg der Dephy-Farmen und die Verbreitung von Certiphyto.

In Bezug auf die Mengen an aktiven Substanzen hebt Phyteis hervor, dass diese mit 65.000 Tonnen im Jahr 2022 um 17,4 % seit 2008 und sogar um 46 % seit 1999 zurückgegangen sind. Die Verkaufszahlen von Bio-Control-Lösungen beliefen sich 2023 auf 82 Mio. Euro. Der Gesamtumsatz der Phyteis-Mitglieder belief sich im letzten Jahr auf 2,4 Milliarden Euro.

Trotz des wachsenden Einsatzes von Bio-Kontrolle betont Picquet, dass der Schutz von Kulturen, Gesundheit und Umwelt eine kombinierte Herangehensweise erfordert, die auf mehreren Säulen beruht: Biotechnologie, Digitalisierung, Bioprotektion und Phytopharmazie.

Derzeit sind jedoch 38 % der Anwendungen nicht mit Schutzlösungen ausgestattet und 25 % verfügen nur über eine einzige Lösung. Picquet betont, dass es eine Alternative gibt, um unsere Landwirtschaft voranzubringen, ohne sie zum Schrumpfen zu verdammen.



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