UN-Meereskonferenz: Ein Schritt in Richtung Globaler Meeresschutz
Die UN-Meereskonferenz in Nizza schloss mit einem festen Bekenntnis zum Schutz der Weltmeere ab.
Fortschritte im Meeresschutz
Die Konferenz erzielte bedeutende Fortschritte, insbesondere im Hinblick auf das UN-Hochseeschutzabkommen. Obwohl die erforderliche Anzahl von 60 Ratifizierungen noch nicht erreicht wurde, wird erwartet, dass dieses Ziel bis zur UN-Generalversammlung im September 2025 erreicht wird. Dies wäre ein bedeutender Durchbruch für den seit langem angestrebten Schutz der Hohen See.
Franziska Saalmann von Greenpeace betont die Notwendigkeit eines schnellen Handelns seitens Deutschlands, um das Abkommen zu ratifizieren und umzusetzen. Deutschland soll dabei klare Finanzierungszusagen machen und internationale Kooperationen stärken.
Bettina Taylor vom BUND kritisiert zugleich die Grundschleppnetzfischerei in den nationalen Schutzgebieten und fordert eindringlich stärkere Maßnahmen, um den Unterwasserlärm zu reduzieren.
Kontroverse um Tiefseebergbau
Der Tiefseebergbau war ein weiteres zentrales Diskussionsthema. Viele Staaten äußerten große Bedenken und 37 Länder sprachen sich für ein Moratorium aus. Klaus Schilder von Misereor fordert die Bundesregierung auf, gegen den Beginn des Tiefseebergbaus zu stimmen und die Technologieförderung zu überdenken. Jan Pingel vom Ozeanien-Dialog warnt vor einem neuen "blauen Kolonialismus", der Natur und Menschen im Pazifik bedroht.
Ernährungssicherung und Fischerei
Die Konferenz beleuchtete auch die Rolle der Meere für die Ernährungssicherung im globalen Süden. Trotz der Diskussionen fehlen konkrete Maßnahmen gegen illegale Fischerei und die Folgen des steigenden Meeresspiegels. Francisco Marí von Brot für die Welt weist auf die Bedrohungen hin, vor denen Küstenländer stehen. Gaoussou Gueye bemängelt die Unverbindlichkeit der Abschlusserklärung und das Fehlen klarer Perspektiven.
Kai Kaschinski von Fair Oceans kritisiert die rein wirtschaftsorientierte Ausbeutung der Meere und warnt vor den drohenden Kipppunkten der Ozeane.
Fazit
Die UN-Meereskonferenz setzte wichtige markante Punkten für den Schutz der Weltmeere, doch die eigentliche Arbeit beginnt jetzt mit der Umsetzung der Vereinbarungen auf nationaler Ebene. Der BUND und andere Organisationen rufen zur aktiven Beteiligung der Zivilgesellschaft auf, um den Druck auf die Regierungen hochzuhalten. Diskutieren Sie mit uns in den Kommentaren und abonnieren Sie unseren Newsletter, um über die neuesten Entwicklungen im Meeresschutz informiert zu bleiben.




