Tierärzte appellieren: Lebensrettung von Tieren durch vernünftige Regelungen Tierärzte appellieren: Lebensrettung von Tieren durch vernünftige Regelungen

Tierärzte appellieren: Lebensrettung von Tieren durch vernünftige Regelungen


Frankfurt am Main – Der Bundesverband Praktizierender Tierärzte (bpt) hat im Rahmen seines diesjährigen Neujahrsempfangs am 17. Januar in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin vier zentrale Forderungen an die Politik gestellt. Ziel des Verbandes ist es, die Tierärzteschaft vor dem aktuellen Fachkräftemangel zu schützen und die Tierärztliche Versorgung sicherzustellen, indem die Rahmenbedingungen angepasst und verbessert werden.

Bürokratie soll abgebaut werden, um den Tierärzten mehr Zeit für ihre eigentliche Tätigkeit zu ermöglichen. Der Gesundheitsminister Karl Lauterbach unterstützt diese Forderung und bpt-Präsident Dr. Siegfried Moder hofft auf eine ähnliche Zusage vom Bundeslandwirtschaftsminister. Bedauerlicherweise fehlt dem bpt das Vertrauen in die Umsetzung dieser Vorschläge durch die Bundesländer, vor allem in Bezug auf die Abschaffung von fünf nachweisbaren Pflichten.

Der Verband fordert ebenfalls eine Aktualisierung der Studiumsinhalte: Die junge Tierarztgeneration sollte lernen, in der Selbständigkeit souverän zu bestehen. Dafür seien kommunikative und ökonomische Inhalte essentiell in der Ausbildung.

Neben dem Bürokratieabbau und erweiterten Studiumsinhalten spricht sich der bpt auch für die GOT-Gebührenerhöhung aus, die vor einem Jahr in Kraft getreten ist. Die damit verbundenen Mehreinnahmen haben bereits zu höheren Gehältern für Tierärzte und Tiermedizinischen Fachangestellten geführt und tragen somit zu einer besseren Vergütung bei.

Mit Blick auf die Inanspruchnahme von Notdienstversorgung sprach Moder sich außerdem für die Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes aus und forderte die Umsetzung eines europäischen Modells, das eine Wochenarbeitszeit vorsieht und somit Flexibilität bei Ruhezeiten ermöglicht.

Mit einer zunehmenden Tendenz zu angestellten Arbeitsverhältnissen betonte Moder die Notwendigkeit, die Interessen der freien Praxis in den Vordergrund zu stellen. Diese sei das Rückgrat des Verbandes und Garant für die Zukunft des Berufes. Des Weiteren benötigen Frauen ein besseres Angebot bei der Kinderbetreuung und eine Gleichstellung von Angestellten und Selbständigen beim Mutterschutz, um in dem von Frauen dominierten Tiermedizinbereich zu bestehen.

Dr. Siegfried Moder lädt alle Interessierten herzlich ein, den bpt auf dem „ErlebnisBauernhof“ der Grüne Woche, Halle 3.2., Stand 415, zu besuchen und an der Podiumsdiskussion teilzunehmen.



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