ProVeg Applaudiert Bundes Ernährungsstrategie und Förderungsbeschluss ProVeg Applaudiert Bundes Ernährungsstrategie und Förderungsbeschluss

ProVeg Applaudiert Bundes Ernährungsstrategie und Förderungsbeschluss


Die Ernährungsorganisation ProVeg sieht in der jüngst beschlossenen Ernährungsstrategie des Bundeskabinetts „Gutes Essen für Deutschland“ maßgebliche Fortschritte für den Wandel unseres Ernährungssystems. Die Strategie schließt unter anderem die Aufnahme von Pflanzenmilch in das EU-Schulprogramm und anregende Forschung zu pflanzenbasierten Ernährungsformen und alternativen Proteinquellen ein.

Die Bündelung von Maßnahmen, wie die verbindlichen DGE-Qualitätsstandards in Schulen und Kitas für eine erhöhte Einbeziehung von pflanzlichen Lebensmitteln in die Ernährung, erwecken Hoffnung auf einen natürlichen Übergang zu einer nachhaltigeren Ernährung. Allerdings weist ProVeg darauf hin, dass Caterer, die für die Lebensmittelauslieferung verantwortlich sind, in diesem Prozess Unterstützung benötigen.

ProVeg hebt das enorme nachhaltige Potenzial der Einbeziehung von Pflanzenmilch ins EU-Schulprogramm hervor. Schätzungsweise verursacht ein Liter Sojamilch etwa drei Mal weniger Emissionen als ein Liter Kuhmilch, was zu erheblicher CO2-Einsparung in Deutschland beitragen könnte, wenn dieser Schritt realisiert wird.

Das Engagement Deutschlands für alternative Proteinquellen wird ebenso begrüßt. Deutschland ist aktuell der größte Markt für pflanzenbasierte Alternativprodukte in Europa, und mit verstärkter Forschung in diesem Bereich positioniert sich das Land günstig für zukünftige Entwicklungen sowohl in wissenschaftlicher als auch wirtschaftlicher Hinsicht.

Trotz der Fortschritte hat ProVeg festgestellt, dass es noch Raum für Verbesserungen gibt. Insbesondere die fehlende Anpassung der Mehrwertsteuer und das Ausbleiben eines Ziels für die Proteinwende hinterlassen Lücken im Vergleich zu den Maßnahmen anderer europäischer Länder. Zum Beispiel hat Dänemark bis 2030 rund 100 Millionen Euro für pflanzenbasierte Initiativen bereitgestellt und die Niederlande haben sich zum Ziel gesetzt, dass bis 2030 die Hälfte der Proteinzufuhr der Bevölkerung aus pflanzlichen Quellen stammt.

Es bleibt zu hoffen, dass die Ernährungsstrategie des Bundes weitere konkrete Schritte hervorbringt und bei der Realisierung einer nachhaltigeren, gesünderen und gerechteren Nahrungsmittelversorgung vorankommt. Es besteht kein Zweifel daran, dass Deutschland auf einem guten Weg ist, aber es bleibt noch einiges zu tun. Wenn wir alle zusammenarbeiten, können wir einen Unterschied machen – für uns selbst, für den Planeten und für kommende Generationen.



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