PETA bemängelt Bauernverband – Täuschung rund um geplante Pläne PETA bemängelt Bauernverband – Täuschung rund um geplante Pläne

PETA bemängelt Bauernverband – Täuschung rund um geplante Pläne


Die Bundesregierung kapituliert vor dem Druck der Agrarindustrie

Anlässlich der jüngsten Ereignisse im Agrarsektor ist ein Kommentar genau richtig. Entgegen ihrer ursprünglichen Pläne, Subventionen für Agrardiesel und die Kfz-Steuerbefreiung für landwirtschaftliche Fahrzeuge zu streichen, hat die Bundesregierung einen Rückzieher gemacht. Trotz anhaltender Proteste aus der Agrarwirtschaft, die sich in den letzten Jahren über lukrative Gewinne freuen konnte, und trotz der Tatsache, dass diese Branche auch nach den geplanten Kürzungen umfangreiche Subventionen erhalten wird, hat Cem Özdemir, Bundeslandwirtschaftsminister, die Pläne aufgrund massiven Widerstandes gekippt.

Die Sicht der Tierschutzorganisation PETA auf diese Situation ist klar und deutlich. Scarlett Treml, Fachreferentin für Tiere in der Agrarindustrie und Agrarwissenschaftlerin, äußert ihre Enttäuschung und Kritik an dieser Umkehr und unterstreicht die Notwendigkeit einer radikalen Änderung der Agrarpolitik.

Laut Treml braucht eine zukunftsfähige Landwirtschaft eine deutliche Reduktion der Subventionen, die die Tierwirtschaft destabilisieren und schließlich zum Scheitern bringen würden. Dass die Tierindustrie immer noch massiv gefördert statt abgebaut wird, ist laut Treml eine Schande, da jährlich 13 Milliarden Euro Subventionsgelder in eine Industrie fließen, die ohne diese umfangreichen Zuschüsse nicht mehr existieren könnte. Ein System, das ausschließlich auf Profit aus ist, hat laut Treml keine Zukunft.

Für eine nachhaltige Agrar- und Ernährungswende ist ein Umstieg auf pflanzliche Lebensmittel unerlässlich sowie Unterstützung bei der Umstellung von Landwirt/innen und einhergehend Beratungsangebote. Auch die Besteuerung und Subventionierung von Lebensmitteln muss dementsprechend angepasst werden: Höhere Steuern und weniger Subventionen für tierische Produkte, niedrigere Steuern und mehr Subventionen für pflanzliche Lebensmittel.

Die Ausbeutung empfindungsfähiger Lebewesen und die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen dürfen laut Treml nicht länger subventioniert werden. Es besteht Handlungsbedarf, um eine nachhaltige und ethische Zukunft in der Agrarindustrie zu gewährleisten.



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