Landwirtschaftsreformen: Aufgeschobene Innovationen – Ein Beitrag von Dominik Bath Landwirtschaftsreformen: Aufgeschobene Innovationen – Ein Beitrag von Dominik Bath

Landwirtschaftsreformen: Aufgeschobene Innovationen – Ein Beitrag von Dominik Bath


„Landwirtschaft im Umbruch – Die Notwendigkeit von Reformen und Anerkennung“

Die Missstimmung unter den Bauern in Deutschland ist deutlich spürbar. Die geplanten Kürzungen bei der Kfz-Steuer und dem Agrardiesel, die teilweise von der Bundesregierung zurückgenommen wurden, haben den Zorn entfacht und die Landwirte erneut auf die Straßen getrieben. In diesen Protesten spürt man neben dem Streit um geldliche Belastungen vor allem eine tiefe Unzufriedenheit mit der wahrgenommenen mangelnden Wertschätzung und einer abhängigen Position – ein Gefühl, das durchaus nachvollziehbar ist.

Die Landwirtschaft ist in hohem Maße auf öffentliche Unterstützung angewiesen. Die EU-Agrarsubventionen stellen den größten Haushaltsposten der Europäischen Union dar. Allein an deutsche landwirtschaftliche Betriebe flossen zuletzt mehr als sechs Milliarden Euro aus Brüssel. Ohne diese finanzielle Hilfe würden viele Bauern in der gesamtwirtschaftlichen Bilanz scheitern. Allerdings wurde die Chance einer grundlegenden Reform des Subventionssystems bisher verpasst – teilweise aufgrund des starken Widerstands innerhalb der Agrarbranche und aufgrund ihrer wirksamen Lobbyarbeit.

Es besteht jedoch dringender Handlungsbedarf für neue Impulse. Die Landwirtschaft in Deutschland verursacht beispielsweise etwa acht Prozent der Treibhausgasemissionen. Zudem entstehen indirekte Emissionen durch Dinge wie den Treibstoffverbrauch von Traktoren. Langfristig sollte eine nachhaltige, ökologisch vertretbare und tierfreundliche Landwirtschaft ein gesellschaftsweites Ziel sein.

Die Politik muss den Mut haben, diesen Kurs zu beschreiten – selbst wenn dies harte Auseinandersetzungen mit den landwirtschaftlichen Betrieben mit sich bringt. Dies erfordert allerdings auch eine Bereitschaft zur Diskussion und zur Offenheit gegenüber Reformen innerhalb der Landwirtschaft. Landwirte, die bloß den Status quo erhalten wollen, drohen dabei, ihre eigene Zukunft aufs Spiel zu setzen.

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Dieser Artikel basiert auf Originalinhalten der BERLINER MORGENPOST, die durch News Aktuell verbreitet wurden.



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