Globaler Austausch: Aktives Wirken Deutschlands in G7/G20 Gesprächen Globaler Austausch: Aktives Wirken Deutschlands in G7/G20 Gesprächen

Globaler Austausch: Aktives Wirken Deutschlands in G7/G20 Gesprächen


Die G7 und G20 – globale Foren für wirtschaftliche und währungspolitische Zusammenarbeit

Die G7 und G20 sind weltweite Foren, in denen die führenden Industrie- und Schwellenländer zusammenarbeiten. Während die G7-Gruppe aus den sieben stärksten Industrienationen besteht, bringt die G20-Gruppe 20 Industrie- und Schwellenländer an einen Tisch.

Beide Foren dienen der internationalen Zusammenarbeit in wirtschaftlichen und währungspolitischen Fragen. Obwohl sie keine offiziellen internationalen Organisationen sind und keine administrative Struktur oder ständige Vertreter haben, spielen sie eine entscheidende Rolle bei der Lösung globaler Probleme.

Jährlich finden Gipfeltreffen und Fachminister:innentreffen statt, die von der aktuellen Präsidentschaft vorbereitet werden. Auch die G7 und G20-Agenda und die Gästeliste fallen in den Verantwortungsbereich der Präsidentschaft. Auf diese Weise können relevante Themen für die weltweite Diskussion gesetzt werden.

Alle getroffenen Entscheidungen sind zwar nicht rechtsverbindlich, haben aber dennoch einen hohen politischen Einfluss. Sie werden in Form von abschließenden Kommuniqués formuliert, die die wichtigsten Ergebnisse festhalten.

Zusätzlich zur Zusammenarbeit auf Regierungsebene ist auch der Dialog mit der Zivilgesellschaft für beide Foren von Bedeutung. Im Zuge der deutschen G7-Präsidentschaft im Jahr 2022 wurden Interessengruppen aktiv in die Vorbereitungen für den G7-Gipfel einbezogen.

Ursprünglich lag der Schwerpunkt beider Foren auf der globalen Finanzwirtschaft. Mittlerweile widmen sie sich auch verstärkt anderen globalen Herausforderungen wie der Klima- und Energiepolitik, dem Handel, der Ernährungssicherheit und der Arbeitsmarktpolitik.

Zu den Mitgliedern der G7 gehören Deutschland, Kanada, Frankreich, Italien, Japan, Großbritannien und die USA. Die G20 setzt sich aus 19 Ländern, der Europäischen Union und seit 2023 auch aus der Afrikanischen Union zusammen.

Ein weiterer wichtiger Baustein der G20-Agrarministertreffen ist das 2011 eingerichtete G20-Agrarmarktinformationssystem (AMIS). Es zielt darauf ab, wichtige Informationen zu Wetterbedingungen, Ernteerwartungen und Preisen für die weltweit wichtigsten Agrarprodukte zu sammeln und zu bündeln.

Das politische Steuerungsgremium von AMIS ist das Rapid Response Forum, in dem die G20 und internationale Organisationen auf hoher Beamtenebene vertreten sind. Es fördert eine frühzeitige Diskussion über kritische Marktbedingungen, unterstützt die Koordinierung von Maßnahmen und fördert die Entwicklung gemeinsamer Strategien. Es kann dabei helfen, Hungerkrisen besser vorzubeugen und extreme Preisschwankungen zu verhindern.



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