Erforschung des Deutschen Waldes – Naturschätze und Herausforderung Erforschung des Deutschen Waldes – Naturschätze und Herausforderung

Erforschung des Deutschen Waldes – Naturschätze und Herausforderung


Die heftigen Frühjahrsstürme 2018, die anhaltende Dürre und Hitzeperioden zwischen 2018 und 2020 führten zu einer Massenreproduktion des Fichtenborkenkäfers, was erhebliche Auswirkungen auf die deutschen Wälder und die Forstwirtschaft hatte. Besonders ausgeprägt ist der Schaden an Fichten, allerdings sind auch Laubbäume wie Buchen und Eichen aufgrund anhaltender Trockenheit in ihrer Vitalität beeinträchtigt.

In Zusammenarbeit mit den einzelnen Bundesländern leistet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) einen bedeutenden Beitrag zur Bewältigung der akuten Waldschäden, zur Wiederbewaldung der betroffenen Gebiete und zur Stärkung der Anpassungsfähigkeit der deutschen Wälder an den Klimawandel. Diverse Maßnahmen wurden dazu unter finanzieller Mitwirkung der Länder ausgearbeitet.

Im Herbst 2018 wird der Förderbereich „Extremwetterereignisse Wald“ ins Leben gerufen. Dieser beinhaltet Maßnahmen, um private und kommunale Waldeigentümer bei der Bewältigung der Schäden auf den betroffenen Flächen zu unterstützen. Hierzu zählen Maßnahmen zur Schadensbegrenzung, zum Waldschutz und zur Wiederaufforstung.

2019 wurde das Hilfspaket erweitert und es standen zusätzlich 478 Millionen Euro Bundesmittel für Maßnahmen in den Jahren 2020 bis 2023 zur Verfügung. Inklusive der Kofinanzierung der Länder wurden so insgesamt 800 Millionen Euro bereitgestellt. Diese waren für Maßnahmen zur Bewältigung der Waldschäden sowie für Maßnahmen zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel bestimmt.

Das BMEL fördert inhaltliche Anpassungen zur Unterstützung kleiner Waldbesitzer, zur Forstschutzprävention und zur Wiederaufforstung. Im Jahr 2019 wurden hierauf bezogene inhaltliche Veränderungen beschlossen.

Ziel ist es, die deutschen Wälder widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen. Dieses Ziel hat auch das Bundeskabinett im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) unterstrichen. Darüber hinaus bestätigte der Bundeshaushaushaltsentwurf 2024 die Mittel für die Waldfördermaßnahmen.

Anträge zur Förderung hinsichtlich der oben genannten Maßnahmen können bei den zuständigen Forstbehörden eingereicht werden.

Interessierte werden dringend gebeten, sich vor Beginn der Maßnahmen mit der entsprechenden Behörde in Verbindung zu setzen, um Details zu den Fördermöglichkeiten und die entsprechenden Richtlinien des jeweiligen Bundeslandes zu klären.

Insgesamt unterstützt das BMEL weitere forstliche Maßnahmen hinsichtlich einer naturnahen Waldbewirtschaftung, forstwirtschaftlicher Infrastruktur und dem Vertragsnaturschutz im Wald. Weitere Informationen finden Sie [hier](https://www.bmel.de/DE/themen/laendliche-regionen/foerderung-des-laendlichen-raumes/gemeinschaftsaufgabe-agrarstruktur-kuestenschutz/gak-foerdergrundsaetze.html).



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