Die soziale Sicherheit in der Landwirtschaft: Krankenversicherung Die soziale Sicherheit in der Landwirtschaft: Krankenversicherung

Die soziale Sicherheit in der Landwirtschaft: Krankenversicherung


Die landwirtschaftliche Krankenversicherung – Eine Rundum-Absicherung für bäuerliche Berufsträger und ihre Familien

Die landwirtschaftliche Krankenversicherung bietet seit 1972 einen speziell auf Bauern und Landwirte ausgerichteten Versicherungsschutz. Getragen wird diese durch die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG). Sie offeriert vor allem den land- und forstwirtschaftlichen Betrieben sowie Gärtnereien und deren Familien eine maßgeschneiderte Absicherung.

Grundsätzlich umfasst der Versicherungsschutz alle land- und forstwirtschaftlichen Unternehmer, ihre mitarbeitenden Familienmitglieder, Rentenanwärter und Empfänger einer Altersrente der Landwirte sowie weitere Personen. Mitglieder der SVLFG haben nicht die freie Wahl ihrer Krankenkasse, da das System auf die speziellen Bedürfnisse der „grünen Branche“ zugeschnitten ist.

Die Leistungen der SVLFG entsprechen im Wesentlichen den jenen der allgemeinen gesetzlichen Krankenkassen, beinhalten jedoch berufsspezifische Besonderheiten wie etwa die Betriebs- und Haushaltshilfe. Im Falle einer Krankheit erhalten Unternehmer statt des Krankengeldes unter bestimmten Voraussetzungen diese Art der Unterstützung. So soll der Betrieb beziehungsweise der Haushalt auch in Zeiten von Krankheit weitergeführt werden können, um das Einkommen zu sichern.

Bei der Finanzierung der landwirtschaftlichen Krankenversicherung gilt das Prinzip der Solidarität. Jeder soll gemäß seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zur Finanzierung der Ausgaben beitragen. Die Beiträge für mitarbeitende Familienangehörige werden dabei allein von den Unternehmern entrichtet.

Als Folge des Strukturwandels in der Land- und Forstwirtschaft verzeichnet die landwirtschaftliche Krankenversicherung eine höhere Quote an Rentnern im Verhältnis zu den aktiven Mitgliedern im Vergleich zur allgemeinen Krankenversicherung. Daher übernimmt der Bund den Teil der Leistungsaufwendungen der Rentner, der nicht durch deren Beiträge und den Solidarbeitrag der Unternehmer und der freiwillig Versicherten gedeckt ist.

Die Beiträge der land- und forstwirtschaftlichen Unternehmer sowie der Gärtner werden bundeseinheitlich auf Basis der „korrigierten Flächenwerte“ berechnet. Dabei wird abhängig von der Größe und Art der bewirtschafteten Flächen und weiteren Faktoren der entsprechende Flächenwert der Beitragstabelle der SVLFG zugeordnet.

Detaillierte Informationen zum Beitragsmaßstab in der landwirtschaftlichen Krankenversicherung finden Sie auf der Internetseite der SVLFG unter dem Menüpunkt „Die Beiträge in der LKK“.



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